• Parzinger: Dahlems Türen bleiben offen

  • News vom 14.06.2017

    Museumsstandort, Forschungscampus, Depot: Am Montag erläuterte SPK-Präsident Hermann Parzinger die Pläne für den Standort Dahlem vor dem Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses

    Parzinger stellte klar: „Die Türen am Museumsstandort Dahlem bleiben offen.“ Das Museum Europäischer Kulturen wird dort weiterhin seine Dauerausstellung und Sonderausstellungen präsentieren und zahlreiche Vermittlungsprojekte durchführen.

    Aber auch für die außereuropäischen Kulturen wird der Standort weiterhin eine große Rolle spielen, auch nach dem Umzug der Schausammlungen ins Humboldt Forum. Denn die Depots, Werkstätten und Bibliotheken sowie ein großer Teil des wissenschaftlichen Personals des Ethnologischen Museum und das Museums für Asiatische Kunst sollen nach den Plänen der SPK in Dahlem bleiben: Hier bewahren, erforschen und pflegen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dann die Sammlungen, bereiten die Ausstellungen für das Humboldt Forum vor und pflegen den Kontakt zu den Herkunftsgesellschaften. 

    Parzinger betonte: „In Dahlem soll ein lebendiger Forschungscampus mit musealem Profil entstehen: Die Zusammenarbeit mit der Freien Universität und weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen soll intensiviert werden. Über verschiedenste Formate – informative bis partizipative – werden die Forschungsergebnisse dann an die Öffentlichkeit vermittelt.“ 

    In einer Potenzialanalyse wird nun erst einmal geklärt, welche konkreten Maßnahmen realisierbar sind, welche räumlichen und gebäudetechnischen Voraussetzungen dafür notwendig sind und welche baulichen Ertüchtigungen dafür erfolgen müssen. Parzinger betonte aber auch: „Uns ist wichtig, dass frei werdende Flächen, die dann durch Dritte genutzt werden könnten, in das Profil des Forschungscampus passen.“

    Eine externe Zwischennutzung ist nicht möglich: In den nächsten Jahren wird in Dahlem unter Hochdruck der Umzug in das Humboldt Forum vorbereitet. Das heißt, über 20.000 Objekte werden einzeln begutachtet, gereinigt, restauriert und verpackt. Parallel wird das Depotgebäude brandschutztechnisch saniert. Dazu müssen die dort aufbewahrten Objekte ausgelagert und in den ehemaligen Ausstellungsräumen untergebracht werden.

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