Die Digitalen Sammlungen des Ibero-Amerikanischen Instituts verzeichnen enormen Nutzungszuwachs – weltweit

News vom 28.01.2021

2020 konnte nicht nur die Zahl der eingearbeiteten Objekte gesteigert werden, auch die Nutzung hat deutlich zugenommen. Mit über 70.000 Besuchern, knapp 1,3 Millionen Seitenaufrufen und mehr als 47.000 Downloads von Objekten war ein Anstieg von fast 90 Prozent zu verzeichnen.

Screenshot der Startseite der Digitalen Sammlungen
© IAI

Die Digitalen Sammlungen sind ein zentraler Baustein des Informationsangebots des Ibero-Amerikanischen Instituts. Hier werden seit Jahren unikale urheberrechtsfreie Materialien online frei verfügbar gemacht. Von Kulturzeitschriften aus dem 19. Jahrhundert über Glasplattenfotografien, historische Landkarten und Nachlassmaterialien bedeutender Lateinamerikaforscher bis hin zu argentinischen Theater- und Romanzeitschriften der 1920er/1930er Jahre finden sich dort zahlreiche interessante und für die aktuelle Lateinamerikaforschung relevante Materialien, die das IAI meist mit Drittmitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien digitalisiert hat.

Die Präsentation ist viersprachig und verfügt über Module der Personalisierung und des Crowd Sourcings. Nutzer:innen können einen eigenen persönlichen Bereich anlegen, in dem sie Ergebnisse von Recherchen in den Digitalen Sammlungen speichern können. Außerdem erlauben die persönlichen Zugangsdaten, Objekte mit Kommentaren und zusätzlichen Informationen zu versehen und so die hohe Erschließung der Objekte durch das IAI mit beschreibenden Daten noch zu ergänzen.

Der zentralen Bedeutung einer möglichst umfassenden Beschreibung der Objekte mit sogenannten Metadaten für die Nutzbarkeit der digitalen Objekte trägt das IAI schon von Anfang an Rechnung. Jedes einzelne Objekt wird nicht nur mit den üblichen formalen Daten, wie sie für die Auffindbarkeit benötigt und in einem Bibliothekskatalog angelegt werden, sondern auch umfassend mit Strukturdaten versehen. Diese Metadaten enthalten Angaben zu Kapiteln, Abschnitten, Artikeln oder Illustrationen und Grafiken und werden in den Digitalen Sammlungen so angezeigt, dass sie von den Nutzer:innen leicht für ein einfaches Manövrieren in den digitalisierten Büchern und Zeitschriftenheften genutzt werden können. Nutzer:innen müssen also nicht lange durch die digitale Version des Buchs oder der Zeitschrift scrollen, sondern können direkt an die Stelle ihres Interesses springen.

Da das System zur Erfassung von Strukturdaten vollkommen webbasiert ist, konnte diese Tätigkeit problemlos durch Mitarbeiter:innen des IAI auch im Home Office fortgeführt werden. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind daher die Digitalen Sammlungen kontinuierlich gewachsen.

Ende des Jahres 2020 befanden sich 17.700 Objekte mit 1.006.000 Seiten, 452.000 Strukturelementen und insgesamt 1.420.000 Metadaten online und frei zugänglich in den digitalen Sammlungen. Bei diesem Zuwachs von fast 3.000 Medieneinheiten und mehr als 250.000 Seiten ist zu berücksichtigen, dass die Strukturdatenerfassung bei einem großen Teil der Objekte zwischen 1 und 2 Stunden pro Objekt in Anspruch nimmt, was in der Summe ca. 600 Arbeitstagen entspricht.

Im Jahr 2020 ist aber nicht nur die Zahl der Objekte in den Digitalen Sammlung gestiegen, auch die Nutzung hat deutlich zugenommen. Mit über 70.000 Besuchern, knapp 1,3 Millionen Seitenaufrufen und mehr als 47.000 Downloads von Objekten war eine Nutzungssteigerung von fast 90 Prozent zu verzeichnen. Dabei standen die Sammlungen der Lateinamerikanischen Kulturzeitschriften, der Mexikanischen Druckgrafiken und der Nachlassmaterialien im Zentrum des Interesses der Nutzer:innen.

Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, dass aus 96 Ländern auf die Digitalen Sammlungen des IAI zugegriffen wurde. Darunter auch Länder, die auf den ersten Blick nicht direkt mit Lateinamerika oder der Karibik in Verbindung gebracht werden, wie Indonesien, Laos, Nigeria oder Saudi-Arabien.

Die fünf Länder, aus denen die Digitalen Sammlungen am häufigsten genutzt wurden, sind Spanien, Argentinien, die Vereinigten Staaten, Deutschland und Mexiko.

Der Zugriff erfolgt dabei in der Regel direkt auf die Digitalen Sammlungen. Nutzer:innen werden aber auch über Eintragungen in der Online-Enzyklopädie Wikipedia und soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter auf die Digitalen Sammlungen geführt.

Es zeigt sich also, dass sich die Digitalen Sammlungen als ein zentraler Baustein der Informationsangebote des Ibero-Amerikanischen Instituts etabliert haben und durch die hohe Qualität der darin präsentierten digitalen Objekte und ihrer Erschließung sowie die freie Zugänglichkeit weltweit bekannt sind und intensiv genutzt werden. In den nächsten Monaten und Jahren werden sie weiter ausgebaut und technisch weiterentwickelt, um den modernen Anforderungen und Ansprüchen an Präsentationen digitaler Objekte aus Forschung, Lehre und interessierter Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Um die Digitalen Sammlungen weiterzuentwickeln, freuen wir uns über Ihre Anregungen und Vorschläge, die Sie uns gerne jederzeit unter digitalisierung@iai.spk-berlin.de zukommen lassen können. Vielen Dank für ihre Unterstützung!

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