EULAC Focus-Projekt erfolgreich beendet

News vom 16.03.2020

Internationales Kooperationsprojekt zu den Beziehungen zwischen Europa, Lateinamerika und der Karibik

EULAC-Team in Berlin vor dem Ibero-Amerikanischen Institut
© EULAC Focus

Ende November 2019 ist das von der Exekutivagentur des europäischen Forschungsrates durch das EU-Rahmenprogram Horizont 2020 geförderte Forschungsprojekt "Giving focus to the Cultural Scientific and Social Dimension of EU-CELAC Relations (EULAC Focus)" zu Ende gegangen. Seit März 2016 hatte das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) gemeinsam mit 18 weiteren Institutionen aus Europa, Lateinamerika und der Karibik die bi-regionalen Beziehungen in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Soziales untersucht. Das IAI war für die Analyse der Querschnittsthemen Mobilität, Ungleichheit, Vielfalt und Nachhaltigkeit zuständig. Der Mitte 2019 vorgelegte Synthesis Report on Cross-Cutting Topics zeigt auf, wie Kultur, Wissenschaft und Soziales in Europa, Lateinamerika und der Karibik in die jeweiligen regionalen Beziehungen eingebettet sind. Vor diesem Hintergrund wurde analysiert, welcher Stellenwert den Querschnittsthemen Mobilität, Ungleichheit, Vielfalt und Nachhaltigkeit im biregionalen politischen Dialog und in konkreten Programmen zukommt. Einige der zentralen Schlussfolgerungen der Analysen des IAI im Hinblick auf die kulturelle Dimension der Beziehungen lauten:

Nach wie vor ist die kulturelle Dimension der biregionalen Beziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) weniger ausgeprägt als die wissenschaftliche und die soziale Zusammenarbeit. Kulturpolitik ist weiterhin in erster Linie eine Domäne der nationalen Außenpolitiken. Eine große Herausforderung für die EU-Kulturaußenpolitik besteht darin, die vielfältigen Aktivitäten der verschiedenen Akteure und Institutionen besser zu koordinieren. Bislang gibt es keine biregionalen Kulturprogramme, sondern nur EU-Programme mit subregionalen Akteuren in Südamerika und der Karibik. Darüber hinaus spielt für die kulturelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen die UNESCO eine wichtige Rolle. Eine wichtige Errungenschaft ist der zwischen den beiden Regionen bestehende Konsens im Hinblick auf die hohe Wertschätzung kultureller Vielfalt, des Schutzes von Minderheitenrechten und der Erhaltung traditioneller Kulturen.

Die Zusammenarbeit mit Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, politischen Think-Tanks und Forschungsförderern aus der EU und der CELAC war eine sehr positive Erfahrung. Prof. Dr. Barbara Göbel, Direktorin des IAI: „Dieses internationale und interdisziplinäre Verbundprojekt mit seinen unterschiedlichen Partnerinstitutionen, organisatorischen Logiken und Expertisen war ein großartiger Lernraum. Wir konnten gemeinsam Wissen produzieren und somit eine gute Grundlage für die Entwicklung politischer Maßnahmen schaffen. Und wir konnten in unseren konkreten Arbeitsweisen voneinander lernen und kulturelle Vielfalt in unsere Kooperationsbeziehungen einbringen.“

Die Analysen des IAI und aller anderen Projektpartner sind auf der Projektwebsite abrufbar.

Laufzeit: 2016 – 2019

Kooperationspartner:
Universitat de Barcelona, Barcelona (Gesamtkoordination);
Consejo Superior Universitario Centroamericano, Guatemala City;
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Bonn;
Fundação de Apoio a Universidade de São Paulo, São Paulo;
Instituto Italo-Latinoamericano, Roma;
Metcenas o.p.s., Pilsen;  
Ministerio de Ciencia, Tecnología e Innovación Productiva, Buenos Aires;
Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek, Den Haag;
Organización de Estados Iberoamericanos para la Educación, la Ciencia y la Cultura, Madrid;
Pontificia Universidad Católica del Perú, Lima;
Samui France SARL, Les Onchets (technische Koordination);
Sercretaría Nacional de Ciencia y Tecnología, Quito;  
Universidad de Buenos Aires, Buenos Aires;
Universidad de Chile, Santiago de Chile;
Universidad de Investigación de Tecnología Experimental Yachay, Quito;
Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko Stadt;
University of the West Indies, Kingston;
Zentrum für Soziale Innovation GmbH, Wien

Förderer:
Europäische Union, Horizont 2020

Projektleitung:
Gesamtkoordination: Prof. Dr. Ramon Torrent (Universitat de Barcelona, Barcelona); Projektleitung am Ibero-Amerikanischen Institut: Prof. Dr. Barbara Göbel

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