Berlin und Dresden restituieren von Nazis geraubte Bücher

News vom 27.09.2018

Die Staatsbibliothek zu Berlin und Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) haben heute drei Bücher an die Erben von Hedwig Hesse zurückgegeben. Diese waren kürzlich in den Beständen aufgetaucht und als NS-verfolgungsbedingt entzogen identifiziert worden

links: markantes Exlibris von Hedwig Hesse, rechts: Einband eines der restituierten Bände CC-BY-NC-SA
links: markantes Exlibris von Hedwig Hesse, rechts: Einband eines der restituierten Bände CC-BY-NC-SA

Sowohl in der Staatsbibliothek zu Berlin als auch in der SLUB Dresden fanden sich kürzlich drei Bücher unbekannter Herkunft. Anhand der prägnanten Exlibris konnten sie schnell Hedwig Hesse zugeordnet werden. Die Berliner und ihr Ehemann waren 1942 von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet worden. Hesses Bücher gelangten im Zuge der Verfolgungs-, Enteignungs- und Verwertungspolitik der Nationalsozialisten über Zwischenstationen in die Hände verschiedener Antiquariate, Bibliotheken oder anderer neuer Eigentümer.

Sie stehen exemplarisch für einen Weg, den zahlreiche Bücher deportierter Berliner Juden nahmen. 1943 kaufte die Stadtbibliothek Berlin ca. 40.000 dieser Bücher an. Von dieser wiederum erwarben andere Bibliotheken einige dieser Bücher, sodass sich das Raubgut in ganz Deutschland verteilte. Auch andere Bibliotheken fanden in den letzten Jahren in ihren Beständen bereits Bücher aus dem Besitz Hedwig Hesses, die sie ebenfalls restituierten. 

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