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SPK-Forschungsnewsletter
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Liebe Leser*innen,
mit Forschung geht naturgemäß einher, Annahmen zu überprüfen und gegebenenfalls zu erweitern oder zu ändern: War Wilhelm I. tatsächlich ein schwacher Monarch, der sich politisch seinem Reichskanzler Bismarck unterordnete? Haben Gamingszene und Bibliotheken wirklich keinerlei Überschneidungen? Ist Literatur immer auf Papier gedruckt? Was bei diesen und anderen Annahmenüberprüfungen herauskam, lesen Sie hier. Guten Erkenntnisgewinn wünscht
Ihre SPK-Online-Redaktion
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Stefan Simon über seinen Ukraine-Besuch: „Es ist reiner Terror, nichts anderes"
Luftalarm, russische Drohnen über Weltkulturerbe, ungebrochener Verteidigungswille: Stefan Simon, Direktor des Rathgen-Forschungslabors, war im Frühjahr in Lwiw und Kyiv in der Ukraine. Im Interview berichtet er über einen brutalen Krieg, der auch gegen die Kultur geführt wird. Dabei hat er eine Botschaft im Gepäck: Wir dürfen in unserer Hilfe für die Kolleg*innen nicht nachlassen! mehr
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Grundlagenforschung
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Foto: Otto-von-Bismarck-Stiftung Friedrichsruh, A 166
Geheimes Staatsarchiv: Stand Wilhelm I. unter dem Pantoffel von Kaiserin Augusta?
Reichskanzler Bismarck zeichnete den ersten Hohenzollernkaiser als schwachen Monarchen, dessen Frau Kaiserin Augusta als „schlechten Einfluss". Dass beides nicht ganz der historischen Wahrheit entspricht, lässt sich im Nachlass Wilhelm I. im Geheimen Staatsarchiv PK erforschen. mehr
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Kick-off für deutsch-französisches Forschungsprojekt am IAI
Wissenstransfer vom Globalen Süden in den Globalen Norden steht im Zentrum der Untersuchungen des dreijährigen deutsch-französischen Forschungsprojektes „TRANSUR“. Es analysiert die Entwicklung der Rezeption lateinamerikanischen Denkens in den Sozialwissenschaften in Frankreich und Deutschland. Das vom IAI, der Université de Strasbourg und der Sorbonne Nouvelle koordinierte Projekt wird von der DFG und der französischen ANR gefördert. mehr
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Gamesbranche x Kulturerbeeinrichtungen
Viel mehr als geistloses Zocken: Als Sammlungsobjekt, wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand und Medium der Wissensvermittlung stehen Computerspiele bereits seit längerem im Fokus von Kulturerbe- und Forschungseinrichtungen. Auch innerhalb der SPK passiert so einiges: Letzter Höhepunkt war ein Meetup mit Game Developers im Haus Bastian. Dabei wurden unter anderem konkrete (neue) Anwendungsfelder für den Einsatz von Gameification und 3D-Animationstechnologie sondiert. mehr
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Foto: Offenblende Agency, Kerstin
Poesie auf Orakelknochen: „ErzählStoff" in Dahlem
Große Literatur muss nicht immer auf Papier gedruckt sein: Im Forschungscampus Dahlem zeigt die Ausstellung „ErzählStoff“, wie Geschichten und Gedichte auf unterschiedlichsten Materialien vermittelt werden können: 300 Jahre alte Schildkrötenpanzer, goldene Paravents, oder aus Dattelpalmblättern gewobene bunte Matten zählen zu den außergewöhnlichen Exponaten. mehr
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Forschung digital
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Flammenorgel, Terpodion und Bathyphon
In nüchternen preußischen Akten finden sich die elegantesten Bezeichnungen für Innovationen im Instrumentenbau des 19. Jahrhunderts. Das Pyrophon, auch Flammenorgel genannt, ist nur eine davon:Die Töne entstanden dabei durch Schwingungen in offenen Rohren über einer Gasflamme. Dieses und weitere ungewöhnliche Instrumente stehen im Mittelpunkt einer neuen Online-Publikation des GStA PK und des SIM. Sie gibt Einblicke in Erfindungen, Patentprozesse und Entwicklungen im Musikinstrumentenbau vor über hundert Jahren und zeigt, welche Ideen umgesetzt, geprüft oder abgelehnt wurden. mehr
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Qalamos – das Portal zu Handschriften asiatischer und afrikanischer Herkunft
Buchkunst – figürlich oder ornamental – ist integraler Teil afrikanischer und asiatischer Schrifttraditionen. Zahlreiche deutsche Institutionen bewahren wertvolle Handschriften und Alben dieser Traditionen, aus dem christlichen Orient, Judentum, Indien und der islamischen Welt. Im Online-Portal Qalamos der Stabi findet man Zugang zu diesem Schatz: über 175.000 Datensätze zu Werken in mehr als 170 Sprachen und nahezu 90 Schriften werden mittlerweile dort präsentiert. mehr
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Internationale Zusammenarbeit
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Wissensinfrastrukturen in Zeiten des Wandels
Unsere Gegenwart ist geprägt von geopolitischen Spannungen, Debatten über Datenhoheit und beschleunigte digitale Transformation. Im Februar 2026 kamen im Ibero-Amerikanischen Institut (IAI) Wissenschaftler*innen, Bibliothekar*innen und Datenspezialist*innen aus Lateinamerika und Deutschland zusammen, um vor diesem Hintergrund die Rolle von Wissensinfrastrukturen für die internationale und interdisziplinäre Forschung neu zu bewerten. mehr
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Foto: © ÖAW/EMAP (F. Marano)
Musikarchäologie – interdisziplinär und innovativ
In der Musikarchäologie werden archäologische Musikinstrumente möglichst originalgetreu nachgebaut, um unter anderem Klang, Spielpraxis und Herstellungstechnik zu erkunden. Musikwissenschaft, Anthropologie, Instrumentenbau und Methoden der experimentellen Archäologie treffen dabei aufeinander. Kürzlich traf sich die internationale Fachcommunity bereits zu ihrem dreizehnten Symposium. Dabei war auch Olga Sutkowska vom Staatlichen Institut für Musikforschung. mehr
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Was machen Sie eigentlich hier?
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Dutkiewicz und der geheimnisvolle Code der Neandertaler
Klebstoff und Schriftzeichen gab es schon in der Steinzeit! Nachgewiesen hat diese Sensationsentdeckungen Ewa Dutkiewicz, Kuratorin am Museum für Vor- und Frühgeschichte. Im Gespräch mit Tanja Fiedler erzählt die Altsteinzeitforscherin, warum ihr der Fund erst gar nicht so bedeutsam vorkam, wieso Neandertaler ein schlechtes Image haben und worum es bei ihrer nächsten Ausgrabung in Rumänien geht. mehr
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Nicht verpassen!
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Do, 04.06.2026, 18:00 Uhr: Vom Stein der Weisen und altem Heilwissen – Alchemie und Medizin in arabischen Handschriften
Diese Veranstaltungsreihe der Stabi Berlin und des Arabischen Kulturhauses widmet sich der faszinierenden Welt arabischer Handschriften. Diesmal im Fokus: eine alchemistische Handschrift mit Gedichten zum „Stein der Weisen“ und dem Transfer arabischen pharmazeutischen Wissens ins Osmanische Reich, vorgestellt von Prof. Dr. Regula Forster und Dr. Ayman Atat mit spannenden Einblicken in ihre Forschung. mehr
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Sa, 06.06.2026, 17:00 bis 24:00 Uhr: Lange Nacht der Wissenschaften am Forschungscampus Dahlem
Bereits zum zweiten Mal ist der Forschungscampus Dahlem bei der Langen Nacht der Wissenschaften dabei. Am 6. Juni 2026 erwartet Besucher*innen von 17 bis 24 Uhr ein vielfältiges Programm, das Wissenschaft erlebbar macht. Angeboten werden Pop-up-Führungen durch die Ausstellung „Erzählstoff – Neue Perspektiven auf Literatur“, Führungen durch die Restaurierungsstraße sowie durch das Schaudepot des Museums für Asiatische Kunst. mehr
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Foto: Photothek / Trutschel
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So, 07.06.2026, 10:00 bis 18:00 Uhr: Demokratietag beim Inselfest
Beim Inselfest 2026 wird der Sonntag (7. Juni) im Zeichen der Demokratie stehen. Anlass ist das diesjährige Motto des UNESCO-Welterbetags „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat deshalb deutschlandweit Partnereinrichtungen auf die Museumsinsel Berlin eingeladen, um über das Erbe und die Zukunft der Demokratie, über Werte wie Freiheit, Weltoffenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu diskutieren. mehr
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Mi, 17.06.2026, 15:00 Uhr: SIM-Forschungskolloquium: Die Berliner Philharmonie – Raumphilosophie und Raumakustik
Der Vortrag von Heinz von Loesch, Senior Researcher am Staatlichen Institut für Musikforschung, und Stefan Weinzierl, Professor für Audiokommunikation an der TU Berlin, thematisiert das Verhältnis von Raumform, Raumphilosophie und Raumakustik der Berliner Philharmonie in ihren wechselseitigen Verflechtungen. Zugleich geht er der Frage nach, warum die Akustik nicht von vornherein, sondern erst nach vielen Jahren als vorzüglich erachtet wurde. mehr
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ForschungsFRAGEN
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Sinnlichkeit sichtbar machen
Die Ausstellung „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“ in der Alten Nationalgalerie lädt seit dem 21.05. zum Schwelgen und Träumen ein. Über 100 Meisterwerke zeigen eindrucksvoll Paul Cassirers Engagement für die Kunst. Wie lebendig die Faszination des Impressionismus bis heute ist, wird auch in den aktuellen ForschungsFRAGEN deutlich – diesmal beantwortet von Kuratorin Josephine Klinger. mehr
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Noch Fragen? Musikarchäologie dient dazu, vergangene Klangwelten zu erforschen. Musikarchäologin Dr. Olga Sutkowska war bei der letzten Tagung in Wien dabei, bei der neue archäologische Funde wie ein Aulos von der iberischen Halbinsel oder eine bronzezeitliche Santovka-Pfeife präsentiert wurden, es aber auch um organologische Fragen dazu ging. Sutkowska hat im Staatlichen Institut für Musikforschung (SIM) das Zweijahresthema „Aufführungsräume der Musik” betreut, in dem auch musikarchäologische Forschungsfragen aufgegriffen wurden. Möchten Sie mehr von den Forschungsgegenständen, Methoden und Erkenntnissen der Musikarchäologie erfahren? Schreiben Sie uns Ihre Frage bis 20.6.2026! E-Mail.
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Publikationen
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Maike Hohn: Bewegte Museen. Bedarfe an und Erfahrungen mit Organisationsentwicklung in öffentlichen Museen in Deutschland
Museen der öffentlichen Hand in Deutschland stehen in einem Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichem Auftrag und begrenzten Ressourcen, weshalb Organisationsentwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Studie untersucht anhand von Expert*inneninterviews Bedarfe, Ressourcen, Erfahrungen und Wirksamkeit professioneller Organisationsentwicklung in öffentlichen Museen. Die Auswertung zeigt, dass der Bedarf an begleiteter Organisationsentwicklung die bisherigen Erfahrungen deutlich übersteigt. mehr
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Kokou Azamede, Bernhard S. Heeb, David Simo: Restes humains provenant des anciennes colonies allemandes d'afrique de l'ouest
Fast 600 Schädel aus den ehemaligen deutschen Kolonien Westafrikas wurden in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit Partnern aus Togo und Kamerun untersucht. Die nun veröffentlichte Publikation dokumentiert die Ergebnisse und schafft eine Grundlage für mögliche Rückführungen der menschlichen Überreste. Der Band beleuchtet die Geschichte der anthropologischen Forschungen, rekonstruiert koloniale Kontexte und dokumentiert die Herkunft der untersuchten Überreste. mehr
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Entdeckungen
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Foto: © Ambassade de France en Allemagne / M. Ulrich
Die Spur der Bücher aus Marc Blochs geraubter Bibliothek
Eine verlorene Bibliothek, ein hingerichteter Historiker und eine Rückgabe, die weit über Eigentumsfragen hinausgeht: 1942 beschlagnahmen die Nationalsozialisten die Bibliothek des französischen Historikers Marc Bloch und seiner Frau Simonne Vidal. Acht Jahrzehnte später halten ihre Urenkel sieben der Bücher wieder in den Händen - dank einer akribischen Provenienzforschung, die in einer Restitution am 28. Mai mündete. Autorin Tanja Fiedler erzählt in drei Kapiteln die Geschichte dahinter. mehr
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