Bibliotheksreferendar*in (m/w/d)

Stellenausschreibung vom 11.02.2020

Bei der Staatsbibliothek zu Berlin können zum 1. Oktober 2020 zwei Bibliotheksreferendar*innen (m/w/d), zu Beamt*innen auf Widerruf im Vorbereitungsdienst ernannt werden. Die Besoldung richtet sich nach der Besoldung für Anwärter*innen des höheren Dienstes.

Die Staatsbibliothek zu Berlin als Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz - Bundesbehörde - ist Deutschlands größte wissenschaftliche Bibliothek mit universalen historischen und aktuellen Sammlungen und breit gefächerten Dienstleistungen. Damit ist sie ein Zentrum der nationalen Literaturversorgung. Ihre bedeutenden Bestände, deren Schwerpunkt in den Geistes- und Sozialwissenschaften liegt, prägen ebenso wie ihre vielfältigen internationalen Kooperationen das besondere Ansehen der Bibliothek weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Das Referendariat bereitet auf den Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken vor und qualifiziert dadurch für den Beruf der/des wissenschaftlichen Bibliothekar*in. Wissenschaftliche Bibliothekar*innen verstehen sich als Informationsspezialist*innen bzw. als Expert*innen für die Literaturversorgung, die digitale und analoge Bewahrung, Erschließung und Vermittlung des kulturellen Erbes. Dadurch sind sie Partner*innen der Wissenschaft.

Wir suchen engagierte, verantwortungsbewusste und belastbare Persönlichkeiten und bieten ein abwechslungsreiches, innovationsaffines Umfeld für die berufliche Qualifizierung als wissenschaftliche*r Bibliothekar*in.

Anforderungen:

  • ein für den nichttechnischen Verwaltungsdienst des Bundes geeignetes Studium aus dem Bereich der Geistes-, Kultur- oder Sozialwissenschaften und/oder der Informatik/angewandten Informatik, das mit einer wissenschaftlichen Hochschulprüfung (Master, Magister, Diplom oder Äquivalent) oder einem Staatsexamen abgeschlossen wurde
  • Erfüllen der Voraussetzungen für die Ernennung zur/zum Beamt*in auf Widerruf gem. § 7 Bundesbeamtengesetz
  • sehr guter oder guter Studienabschluss (Note besser als 2,5; erstes juristisches Staatsexamen mindestens 7,0 Punkte)
  • fundierte Kenntnisse und belegbare Erfahrungen im Bereich aktueller IT-bezogener Entwicklungen im Informationssektor wie z.B. Digital Humanities (u.a. Digitalisierung, digitale Editionen, Text Mining, Datenvisualisierung), digitale Forschungs-, Kommunikations- und Publikationsprozesse (bes. Open Access, Forschungsdatenmanagement) und/oder
  • fundierte Kenntnisse und nachgewiesene Erfahrungen in mindestens einem der drei folgenden Themenfelder:

Management/Leitung eines wissenschaftlichen bzw. wissenschaftsnahen Projektes

Forschungsförderung/erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln größeren Umfangs im
   Wissenschaftsbereich

Wissenschaftsmanagement

  • ausgeprägtes Interesse an IT-basierten Bibliotheksdienstleistungen und wissenschaftlicher Fachinformation
  • sehr gute aktive Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere des Englischen
  • Vertrautheit mit dem Berufsbild der/des wissenschaftlichen Bibliothekar*in
  • Medienkompetenz, Serviceverständnis, hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit, Organisationsgeschick, Innovationsfreude

Erwünscht:

  • fächerübergreifende Interessen über die engere Studienrichtung hinaus
  • Erfahrungen im Bibliotheks- oder Informationssektor
  • Promotion

Ablauf des Vorbereitungsdienstes:

Der Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre. Er wird parallel an der Staatsbibliothek zu Berlin (praktische Ausbildung) und im Rahmen des weiterbildenden Fernstudienganges „Bibliotheks- und Informationswissen-schaft“ am gleichnamigen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin (theoretische Ausbildung) durchgeführt. Mit Bestehen der Laufbahnprüfung wird die Befähigung für die Laufbahn des höheren nichttechnischen Verwaltungsdienstes des Bundes erlangt.

Zusätzlich wird der akademische Grad Master of Arts (Library and Information Science) [M. A. (LIS)] erworben.

Bei der Vergabe der zur Verfügung stehenden Plätze werden Bewerber*innen vorrangig berücksichtigt, die nach einem erfolgreich abgeschlossenen Hochschulstudium noch nicht über eine für den höheren Bibliotheksdienst geeignete berufsvorbereitende Qualifikation verfügen.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz begrüßt Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten. Als interdisziplinäre Kultur- und Forschungseinrichtung bietet die SPK familienfreundliche Arbeitsbedingungen und gewährleistet die Gleichstellung von Frauen und Männern. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.

Bitte richten Sie Ihr Anschreiben an die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Dr. h.c. (NUACA) Barbara Schneider-Kempf, und senden dieses zusammen mit aussagekräftigen Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf, den Zeugnissen der Allg. Hochschulreife und des Studienabschlusses (Beglaubigung erst zur Ernennung erforderlich) sowie etwaigen Unterlagen über besondere Kenntnisse und Fähigkeiten ausschließlich in Papierform (keine E-Mail und keine elektronischen Datenträger) unter Angabe der Kennziffer SBB-GD-2-2020 bis zum 8. März 2020 an:

Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Personalabteilung, Sachgebiet I 2 d, Von-der-Heydt-Str. 16-18, 10785 Berlin

Bewerbungen können grundsätzlich nur zurückgesandt werden, wenn ein frankierter Rückumschlag beiliegt.

Ansprechpartner*in für Fragen zum Referendariat:
Frau Dr. Reuter (Tel.: 030 - 266 43 3151) und Herr Dr. Haug (Tel.: 030 - 266 43 3153)
E-Mail: ausbildungsleitung@sbb.spk-berlin.de

Ansprechpartnerin für Fragen zum Bewerbungsverfahren:
Frau Prietz (Tel.: 030 - 266 41 1740)

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Staatsbibliothek unter
http://staatsbibliothek-berlin.de/extras/spezielle-interessen/ausbildung/referendariat/ und unter
https://www.vdb-online.org/kommissionen/qualifikation/ausbildungsinfo/

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