„Demut oder Diva“? – Diskussion ums Kulturforum

News vom 09.03.2016

Am 25. Februar 2016 wurde die Ausstellung zum Ideenwettbewerb „Das Museum des 20. Jahrhunderts und seine städtebauliche Einbindung“ eröffnet. Rund 500 Interessierte kamen ins Kulturforum, um sich die eingereichten Entwürfe anzusehen und der Podiumsdiskussion zu folgen. Unter dem Titel „Genug Ideen fürs Kulturforum?“ besprachen Udo Kittelmann (Direktor der Nationalgalerie – Staatlichen Museen zu Berlin), Arno Lederer (Architekt und Vorsitzender des Preisgerichts), Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin des Landes Berlin) und Jürgen Tietz (Architekturkritiker), moderiert von Claudia Henne (RBB), die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs.

Architekturmodell des Kulturforum
© SPK / photothek.net / Michael Gottschalk

Das Podium diskutierte kritisch die Wettbewerbsaufgabe: Diese verlangte sowohl ein funktionales Museum zu entwerfen, als auch mit dem Bau eine städtebauliche Lösung für das Kulturforum vorzuschlagen. Zentrale Frage für die Teilnehmer und das Publikum war, ob  die geforderte städtebauliche Einbindung des Neubaus eine ikonische Architektur zulässt – oder diese eher verhindert.

Bei vielen Entwürfen sei eine „fürchterliche Achtung vor den beiden Architekturikonen Ludwig Mies van der Rohe und Hans Scharoun spürbar“, kommentierte Arno Lederer. Dies führe dazu, dass viele Entwürfe einen unterirdischen Museumsbau vorschlugen. Davor warnten die Museen entschieden: das Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit müsse gut ausgelotet werden. Diese Fragen und weitere Erkenntnisse aus dem Ideenwettbewerb werden nun in die Vorbereitung des Realisierungswettbewerbs einfließen.

Alle 460 eingereichten Entwürfe sind noch bis zum 13. März 2016 im Kulturforum zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

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