Musemsneubau: Zusammenführung der Kunst des 20. Jahrhunderts am Kulturforum

News vom 04.09.2015

Berlin erhält einen Museumskomplex der Moderne mit eigener Dramaturgie. Das neue Museum wird einen Rundgang von der Kunst um 1900 bis in die Entwicklungen am Ende des 20. Jahrhunderts ermöglichen.

Das Kulturforum in der Draufsicht
© Geoportal Berlin / DOP20RGB

Nach Jahrzehnten der Zerrissenheit ermöglicht es der Museumsneubau, die auf mehrere Gebäude verteilten Bestände der Nationalgalerie endlich zusammenzuführen. Erstmals werden die Werke dieser einzigartigen Sammlung in größeren Zusammenhängen zu sehen sein. Erst solche Sichtachsen lassen das Vermächtnis der Moderne wirklich begreifen und damit immer wieder neu hinterfragen. Die Kunst des 20. Jahrhunderts wird hier in disparater Vielfalt und unter unterschiedlichsten Perspektiven so intensiv zu erleben sein, wie an keinem anderen Ort in Deutschland.

Rund 4.000 Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie gehören zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Herzstücke wie Kirchners „Potsdamer Platz“ werden mit dem Neubau dauerhaft zu sehen sein. Zu dem überwiegenden eigenen Bestand kommen die Sammlung Marx, die Sammlung Pietzsch sowie Teile der bei den Staatlichen Museen verankerten Sammlung Marzona. Die reichen Werkkonvolute der Sammler werden in den Neubau integriert. Dann können diese endlich angemessen präsentiert werden und eindrucksvoll die umfangreiche Sammlung der Nationalgalerie ergänzen. Auch Teile des von Egidio Marzona geschaffenen „Archivs der Avantgarden“ werden erstmals dauerhaft öffentlich zugänglich sein. Mit der „Plattform Marzona“ wird der Besucher in die Rolle des Forschers versetzt. Im Mittelpunkt stehen hier das Mitmachen, das Mitgestalten und Miterleben.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Museumsneubaus wird auf der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts liegen. Außerdem wird hier ein Teil des Bestandes der Klassischen Moderne gezeigt werden. Etwa 280 Werke der Klassischen Moderne werden nach der Sanierung der Neuen Nationalgalerie im dortigen Untergeschoss neu präsentiert.

Die Sammlung der Nationalgalerie spiegelt die Geschichte des von Brüchen und Extremen gekennzeichneten 20. Jahrhunderts wider. Kunst ist hier auch sozialgeschichtliches Dokument. Die gesellschaftskritische Relevanz liegt in der spezifischen Geschichte der Sammlung begründet. Gerade hierin zeichnet sich die Sammlung im internationalen Vergleich aus.

Im Bewusstsein dieser gesellschaftskritischen Relevanz soll das Museum des 20. Jahrhunderts weite Reflexionsräume öffnen. Mit dem Museumsneubau verbindet sich die Vision, Kunst in Kontexten zu zeigen. Politische und sozialgeschichtliche Bezüge werden bewusst hergestellt. Konkret sind hierzu auch offene Interaktionsflächen geplant, die zur Kommunikation mit den Besuchern einladen.

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