Reader zur Iranischen Moderne erschienen

News vom 01.03.2017

Der Band beleuchtet die Entwicklung der iranischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ihren kulturgeschichtlichen Kontext.

Reader "Die Teheran Moderne"
© Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Foto: Bijan Zohdi

Die Moderne Kunst im Iran der 1960er und 70er Jahre ist Thema einer Konferenz des Goethe-Instituts und der Neuen Nationalgalerie . Dabei wird auch der neue Reader der Nationalgalerie vorgestellt.

Einführend schreibt der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, „Von der verbindenden Kraft der Kunst und dem Versuch einer Ausstellung“. Die für Ende 2016 / Anfang 2017 geplante Ausstellung „Die Teheran Sammlung. Das Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst in Berlin“ der Nationalgalerie hatte nicht stattfinden können. Die SPK hatte den Kooperationsvertrag gekündigt, weil seitens des Iran keine Ausfuhrgenehmigung für die Kunstwerke aus Teheran vorlag. Dennoch möchte die SPK den kulturellen Austausch mit der Iranischen Kulturszene weiter pflegen.

Der Band ist daher eine Einladung, sich mit der iranischen Moderne zu beschäftigen. Er erhebt nicht den Anspruch, die Entwicklung der Kunst auch nur annähernd in ihrer Komplexität wiedergeben zu können. Den Auftakt machen die Texte zweier bedeutender Zeitzeugen, die aus ihrer persönlichen Perspektive von der Entstehung des Tehran Museum of Contemporary Art berichten: Architekt und Museumsdirektor Kamran Diba und Chefkurator David Galloway. Weitere Texte widmen sich dem legendären Kunstfestival Schiraz-Persepolis, dem „Islamischen“ in der iranischen Gegenwartskunst, der Saqqakhaneh-Schule und weiteren Etappen in der Entwicklung der iranischen Malerei im 20. Jahrhundert. Eine Zeitleiste mit groben Eckpunkten zur Geschichte des Iran im 20. Jahrhundert bietet Orientierungshilfe.

Zwischen den Texten finden sich Fotografien des Ehepaares Bahman Jalali und Rana Javadi. Die beiden haben über viele Jahrzehnte hinweg Politik und Alltag in Teheran dokumentiert und dabei auch die Fotografie im Iran als künstlerische Ausdrucksform etabliert. So vermitteln ihre Bilder in dem Band einen Eindruck des Landes von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.

„Die Teheran Moderne. Ein Reader zur Kunst im Iran seit 1960 / The Tehran Modern. A Reader about Art in Iran since 1960“, erschienen 2017 als Publikation der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, ISBN 978-3-88609-785-2, 19,95 € ist in Kürze erhältlich im Webshop der Staatlichen Museen zu Berlin.

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