Neues Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz erschienen

  • Pressemitteilung vom 16.05.2014

    Der soeben neu erschienene, umfangreiche 48. Band des Jahrbuchs Preußischer Kulturbesitz blickt zurück auf das Jahr 2012, in dem sowohl der neue Allgemeine Lesesaal der Staatsbibliothek im Haus Unter den Linden als auch das Archäologische Zentrum fertiggestellt wurden. Dokumentiert sind darüber hinaus die Eröffnungen der Ausstellungen „Russen & Deutsche. 1000 Jahre Kunst, Geschichte und Kultur“ sowie „Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete“. Besondere Schwerpunkte in dem Jahrbuch sind zudem die Debatte um die Neuordnung der Museumslandschaft, das Themenjahr zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen und das Humboldt-Forum. Das die SPK bereits seit Jahren bewegende Thema Provenienzforschung greift der aktuelle Band anhand der richtungsweisenden Einigung im Restitutionsfall Glaser auf.

    Das Jahr 2012 war für die SPK in besonderem Maße von der öffentlichen Debatte um die Neuordnung ihrer Sammlungen Alter Meister und der Kunst des 20. Jahrhunderts geprägt. Im Jahrbuch gibt eine umfangreiche Pressedokumentation die kontroverse Diskussion wieder. Sie wird ergänzt durch einen Text des ehemaligen Generaldirektors der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster. Ein Beitrag von Julien Chapuis, Leiter der Skulpturensammlung, widmet sich den Chancen einer gemeinsamen Präsentation von Malerei und Skulptur aus kunsthistorischer Sicht.

    Nachzulesen ist im Jahrbuch auch das von Martin Heller entwickelte Inhaltskonzept für das Humboldt-Forum. Es wird ergänzt durch einen Text von Hermann Parzinger zum aktuellen Stand der Planungen und durch den Abdruck einer grundsätzlichen Rede Neil MacGregors, Direktor des British Museum, zu den Herausforderungen und Chancen im Umgang mit globalen Sammlungen in einer globalen Stadt.

    Bevor der Nordflügel des Pergamonmuseums im Herbst 2012 für die Grundinstandsetzung geschlossen wurde, fand dort noch als letztes Highlight die erfolgreiche Ausstellung „Pergamon. Panorama der antiken Metropole“ statt, die in einem Beitrag reflektiert wird. Künftig wird im Nordflügel das Museum für Islamische Kunst untergebracht sein, das im Jahrbuch die detaillierte Neukonzeption seiner künftigen Dauerausstellung vorstellt.

    Der 300. Geburtstag Friedrichs des Großen im Jahr 2012 war für die Stiftung und ihre fünf Einrichtungen Anlass für ein vielfältiges Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm unter dem Motto „Kunst – König – Aufklärung“. Das Jubiläum wird auch im vorliegenden Band aufgegriffen: Mehrere Artikel widmen sich verschiedenen Facetten der Persönlichkeit und der Regentschaft Friedrichs II. und ihrem Einfluss auf Sammlungen, die heute zur SPK gehören. Weitere Themen im Jahrbuch: Herausragende Papyrusforschung in Berlin. Die wechselhafte Geschichte der vor 150 Jahren erbauten Villa von der Heydt, Amtssitz des Präsidenten der SPK. Bedeutende Neuerwerbungen wie das Klavierkonzert Nr. 2 von Carl Maria von Weber. Die Neuordnung der Sondersammlungen der Staatsbibliothek in den 1190er Jahren. Die Bildagentur bpk als kommerzieller Mediendienstleister von Kultureinrichtungen. In den Rubriken Chronik und Anhang bietet das Jahrbuch wie jedes Jahr eine Übersicht über Ausstellungen, Publikationen und herausragende Ereignisse im Berichtszeitraum sowie die Besetzung der Organe und Einrichtungen der Stiftung.

    Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz, Bd. XLVIII / 2012, Berlin: Gebr. Mann Verlag, 2014; 640 Seiten mit 183 Abbildungen, davon 122 farbig
    ISBN 978-3-7861-2696-6, ISSN 0342-0124
    Preis: 35,00 €

    Rezensionsexemplare sind erhältlich beim Gebr. Mann Verlag:
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    Ingolf Kern

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