Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Berliner Sammler begrüßen Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages zum Erweiterungsbau der Neuen Nationalgalerie / Parzinger: Ein fulminanter Akt mit großer Zukunftswirkung

  • Pressemitteilung vom 13.11.2014

    Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung am 13. November 2014 beschlossen, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in den kommenden Jahren 200 Millionen Euro für den Neubau eines Museums der Moderne an der Potsdamer Straße zur Verfügung zu stellen. In die Galerie des 20. Jahrhunderts sollen bis 2020 auch die Sammlungen Pietzsch, Marx und Marzona eine neue Heimat finden.

    Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, dankte Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die zugleich Vorsitzende des SPK-Stiftungsrates ist, für ihren enormen Einsatz: „Der Staatsministerin ist ein fulminanter Akt mit großer Zukunftswirkung gelungen. Es ist auf wunderbare Weise geglückt, spektakuläre Sammlungen für Berlin zu sichern. Mit dieser wichtigen Entscheidung wird nicht nur ein Neubau errichtet, der seit drei Jahrzehnten schmerzlich vermisst wird, es geht auch um eine Perspektive für das Kulturforum als ‚Museumsinsel der Moderne‘. Staatsministerin Grütters hat Heiner und Ulla Pietzsch, Erich Marx und Egido Marzona Sicherheit für ihre Sammlungen gegeben, die gleichzeitig ihr Lebenswerk sind. Für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist nunmehr der Weg geebnet, endlich in der Präsentation der Kunst des 20. Jahrhunderts zu den großen Museen der Welt aufschließen zu können. Ich schließe in meinen Dank ausdrücklich auch die Haushälter des Deutschen Bundestages und den Bundesfinanzminister mit ein, die der Kunstmetropole Berlin und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als größter deutscher Kultureinrichtung ein solches Geschenk gemacht haben.“

    Auch die Berliner Sammler äußerten ihre Freude über die Entscheidung des Bundestages. Erich Marx: „Meine Sammlung in einem Haus neben Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie – diese greifbare Zukunft beglückt mich sehr. Aus voller Überzeugung habe ich mich immer für Berlin als Ort meiner Sammlung entschieden. Nun entsteht mit dem Museum an der Potsdamer Straße eine wahrhaft dauerhafte Bleibe für die Sammlung Marx.“

    Egido Marzona ergänzte: „Meine ‚Lehrsammlung‘ gehört in diese Stadt! Berlin hat in den vergangenen Jahren wichtige Sammlungen gesammelt und es ist auch durch meine Hilfe gelungen, Leerräume der Nationalgalerie mit Werken der Konzeptkunst, Minimal Art, Arte Povera und Land Art zu füllen. Diese erfreuliche Nachricht ist ein weiterer Beweis dafür, dass meine Sammlung bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in guten Händen ist. Ich werde das in meine weiteren Überlegungen mit einbeziehen.“

    Ulla und Heiner Pietzsch sagten erfreut: „Unser sehnlichster Wunsch geht in Erfüllung. Wir haben davon geträumt und wir waren so verrückt, daran zu glauben. Nun hat die Politik die richtigen Weichen gestellt. Aber es geht nicht nur um uns, sondern darum, dass die Nationalgalerie nach dreißig Jahren endlich mehr Platz erhält. Mit einem neuen Haus kann die Kunst des 20. Jahrhundert in Berlin richtig zum Leuchten gebracht werden. Wenn meine Frau und ich mit der Schenkung unserer Sammlung dazu etwas beigetragen haben, erfüllt uns das mit großer Freude und auch mit Zufriedenheit.“

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