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Newsletter 09/2019
Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Berlins beliebteste Treppe zur James-Simon-Galerie gehört, findet sich das beeindruckendste Treppenhaus wohl nebenan im Neuen Museum. Wie es vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aussah, zeigt eine Virtual-Reality-Ausstellung anlässlich des zehnten Jubiläums der Wiedereröffnung. Wie das Feuilleton vor der Wiederöffnung über den Bau tobte, steht in diesem Newsletter. Gute Lektüre!

Ihre SPK-Online-Redaktion

Aktuelles aus der SPK

© SPK / photothek.net / Janine Schmitz

10 Jahre Neues Museum: Bruch! Verfall! Entstellung!

Vor 160 Jahren wurde es fertiggestellt, vor 75 Jahren zerstört und vor zehn Jahren wiedereröffnet: Das Neue Museum gilt heute als Beispiel für eine behutsame und moderne Wiederherstellung eines Museumsbaus. Was erhalten war, wurde restauriert, was zerstört war, wurde behutsam neu gestaltet. Dafür gab es mehrere Preise: erst kürzlich wählte der „Guardian“ Nofretetes Zuhause auf Rang 3 der besten Bauten des 21. Jahrhunderts. Doch nicht immer stieß der Chipperfield-Entwurf auf so viel Bewunderung. Eine kleine Rückschau. mehr
© SMB, Nationalgalerie / Jörg P. Anders

„Müssen Frauen nackt sein, um ins Museum zu kommen?“

Bis vor 100 Jahren durften keine Nicht-Männer an der Berliner Kunstakademie studieren. Kein Wunder, dass nur zwei Prozent der Werke der Nationalgalerie vor 1919 von Frauen geschaffen wurden. Die Alte Nationalgalerie stellt diese aus und erzählt vom „Kampf um Sichtbarkeit“ der Künstlerinnen vor 1919. mehr

© Büchergilde Gutenberg/PictureArtCollection/AlamyStockPhoto

Humboldt, Rugendas, Darwin: Naturerfahrungen

Der Schriftsteller und ausgewiesene Humboldt-Kenner Hans Christoph Buch spricht im IAI mit dem chilenischen Autor Carlos Franz über Franz' Roman „Das Quartett der Liebenden“ und das Zusammentreffen des Landschaftsmalers Moritz Rugendas mit dem Naturforscher Charles Darwin in Lateinamerika, das Rugendas auf den Spuren Alexander von Humboldts durchreiste. mehr

© SPK / Friederike Schmidt

German-Sales-Projekt: Eine neue Dimension der Transparenz

Was zwischen 1901 und 1945 in Kunstauktionen im deutschsprachigen Raum verkauft wurde, ist jetzt online abrufbar – denn das „German-Sales“-Projekt hat die herkulische Aufgabe bewältigt, alle entsprechenden Auktionskataloge in einer Datenbank zusammenzubringen – ein wichtiges Tool für die Provenienzforschung. mehr

© Herzog & de Meuron

Sieben Gründe für ein Museum des 20. Jahrhunderts

Inzwischen wird immer konkreter, wie der von Herzog & de Meuron entworfene Neubau am Kulturforum aussehen soll – und was er realistisch kosten wird. Joachim Jäger, Leiter der Neuen Nationalgalerie, erklärt nochmal, warum die Sammlung mehr Platz braucht. mehr

© SMB / Maximilian Meisse

Friedrichswerdersche Kirche öffnet wieder

Ab 2020 wird die von Schinkel entworfene Kirche wieder von der Alten Nationalgalerie als Ausstellungsraum genutzt werden. Jahrelang musste sie wegen Sanierungsarbeiten geschlossen bleiben – Bauarbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft hatten gravierende Schäden an ihr hervorgerufen. mehr

© SMB, Kunstbibliothek / Dietmar Katz

Ein Symposium hebt die Schätze der Moderne

Das 100. Jubiläumsjahr des Bauhauses ist schon fast um – höchste Zeit, noch einmal der Architekturmoderne zu huldigen. Genau darum ging es bei dem Symposium „Berlin – Welterbe der Moderne“ am 10. Oktober, Auftaktveranstaltung der „Triennale der Moderne“. mehr

© SMB, Nationalgalerie / Andres Kilger

Welcome back! Verschollene Werke kehren zurück

Vier verschollen geglaubte Werke sind nun in die Alte Nationalgalerie zurückgekehrt. Sie stammen aus einer Sammlung von 219 Miniaturen, die der Berliner Stadtrat Loewe dem Haus 1897 vermacht hatte, und tauchten kürzlich unerwartet im Kunsthandel auf. mehr

© Laura Stage

Neu im MIM: ein Ondes Martenot aus dem Jahr 1962!

Legendärer Neuzugang im Musikinstrumenten-Museum: das Ondes Martenot no. 226. Das Instrument gehört zu den frühesten elektronischen Musikinstrumenten und wurde von vielen berühmten Komponisten eingesetzt, unter anderem dem französischen Filmkomponisten Maurice Jarre. mehr

© SPK / Benne Ochs

Wir sind Späti (und for free)

Dit is Balin: Hier kann man nicht nur bis spät in die Nacht Bier im Späti kaufen, sondern auch in der Bibliothek forschen, lesen und recherchieren – denn seit dem 1. Oktober haben Staatsbibliothek und Ibero-Amerikanisches Institut bis 22 Uhr geöffnet. Und das alles für umsonst, denn überdies fallen die Benutzungsgebühren weg. mehr

Nicht verpassen

Wo der Himmel aufgeht – Esther Bejarano und Microphone Mafia in Kuba

Als Sängerin und Aktivistin engagiert sich die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano unermüdlich gegen das Vergessen und das Wiedererstarken rechtsradikaler Gesinnungen. Zu den Jüdischen Kulturtagen Berlin kommt sie ins IAI und zeigt den Film „Wo der Himmel aufgeht“, der sie 2017 auf einer mitreißenden Konzertreise durch Kuba begleitet. mehr

Architektur für die Kunst: Die aktuellen Planungen für das Museum des 20. Jahrhunderts am Berliner Kulturforum

Neuigkeiten am Kulturforum: Am 18. November findet um 19 Uhr im Foyer des Kammermusiksaals der Philharmonie eine öffentliche Informationsveranstaltung über die aktuellen Planungen für das Museum des 20. Jahrhunderts statt. U.a. mit dabei: Architekt Jacques Herzog. mehr

Der Babel-Bibel-Streit

Als der Altorientalist Delitzsch 1902 in Anwesenheit des Kaisers die These äußerte, das Alte Testament beruhe auf babylonischen Vorlagen, trat er damit einen akademischen Streit los, der es in die Feuilletons schaffte und bis heute nachhallt. Darum geht es ab dem 5. November im Pergamonmuseum. mehr

Alte Musik – live: Violoncello-Gipfel

Teuflische Virtuosität im Musikinstrumenten-Museum: Am 10. November bieten die beiden Cellisten und Alte-Musik-Spezialisten Christophe Coin und Davit Melkonyan einen Musikgenuss allerersten Ranges. Auf dem Menu: Werke von Jean-Louis Duport und Jacques Offenbach. mehr

Ausstellung „Lost in Books – Fundstücke der Vergangenheit“

Mahnungen, Polaroids, Postkarten: Noch bis zum 1. November zeigt die Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße den vergangenen Bibliotheksalltag anhand interessanter historischer Fundstücke aus Büchern. Erdacht und gemacht wurde die Ausstellung von den Auszubildenden der Stabi. mehr

Preußen und sein Osten in der Weimarer Republik

Die diesjährige Jahrestagung der Preußischen Historischen Kommission und des Geheimen Staatsarchivs vom 7. bis 9. November beschäftigt sich mit Preußen in der Weimarer Republik. Intensiv geht es dann um Aspekte der Verfassung, Politik und Kultur. mehr

Publikationen

© GStA PK

Preußens Akten sind zurück

Als vor 25 Jahren an einem kalten und zugigen Tag ein Güterwaggon mit Archivalien im Berliner Westhafen ankam, war dies der Anfang vom Ende einer langen Teilung. Die im Zweiten Weltkrieg in Sicherheit gebrachten und ausgelagerten Akten lagen zu DDR-Zeiten in Merseburg. Mit der Wiedervereinigung konnten auch Preußens Akten wieder im Geheimen Staatsarchiv vereint werden. In der neu erschienenen Broschüre wird an dieses Ereignis erinnert, aber auch in die Zukunft geblickt. mehr
© Gebr. Mann Verlag

Eva Dolezel: Der Traum vom Museum

Kunstkammern waren früher sehr en vogue, galten an der Wende zum 19. Jahrhundert aber bereits als historisch. Doch genau zu dieser Zeit passiert im Berliner Schloss etwas Unerwartetes: Die dortigen Sammlungsräume blühen plötzlich wieder auf, Sammlungen werden neu erworben und Räume renoviert. Den Höhepunkt findet diese Entwicklung im Jahr 1805. Diese neue Publikation untersucht die Kunstkammer im Berliner Schloss um 1800 und verortet sie museumsgeschichtlich. mehr
© SMB, Kupferstichkabinett / DDBstudio

DDBstudio: Virtuelle Ausstellungen

Die Deutsche Digitale Bibliothek hat seit kurzem ein neues Tool im Angebot: Mit „DDBstudio“ können Kuratorinnen und Kuratoren ganz einfach, eigenständig und kostenfrei eine virtuelle Ausstellung erstellen und veröffentlichen. Unser Kupferstichkabinett macht hier auch schon mit: Bei der virtuellen Ausstellung „Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche“ lassen sich dank der tollen Auflösungen Hintergrunddetails genau betrachten. mehr

Glanz und Gloria

© SPK / F. Eberle

Alles ist beleuchtet!

Dass es im Herbst schon früh dunkel ist, hat durchaus seine Vorzüge. Unter anderem, dass der früher anbrechende Abend Lichtkunstaktionen wie das „Festival of Lights“ möglich macht. Dieses wiederum zeigt unter anderem die Museumsinsel in ganz neuem Licht (nicht zuletzt, weil es dort nachts ansonsten eher ziemlich dunkel ist). Und so flimmerten in (schwarz)goldenen Oktobernächten unerwartete Lichtinszenierungen über die Fassaden vom Bode-Museum (u.a. mit Zeichnungen von Otto Waalkes und Udo Lindenberg) und der ganz neuen James-Simon-Galerie (Videoprojektionen des kuwaitischen Sheikh Abdullah Al Salem Cultural Centre, kurz ASCC). mehr