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Newsletter 09/2018
Liebe Leserinnen und Leser,

elf Prinzipien zum Umgang mit „NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut“ wurden 1998 bei der Washingtoner Konferenz verabschiedet. Ein zentrales Anliegen: „gerechte und faire Lösungen“ für NS-Raubkunst zu finden. 20 Jahre später ging es auf einer Konferenz in Berlin nun darum, Bilanz zu ziehen und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Und dieser Spezial-Newsletter ist sozusagen eine Bilanz der Bilanz. 

Ihre SPK-Online-Redaktion

Aktuelles aus der SPK

Das neue SPK-Magazin zum Thema NS-Raubkunst © Christoph Mack

Zurückgegeben: Die SPK und die Washingtoner Prinzipien

Für die SPK sind die Washingtoner Prinzipien und die darauf basierende Gemeinsame Erklärung seit Jahren Leitlinie für den Umgang mit nationalsozialistischem Raubgut. Die Stiftung hat in den vergangenen Jahrzehnten über 350 Kunstwerke und mehr als 2000 Bücher restituiert. Einige dieser Fälle werden in einem Online-Dossier vorgestellt. Dieses fragt auch, ob eine Neujustierung der rechtlichen Rahmenbedingungen nötig ist, zeigt, wie die Herkunft von Objekten erforscht wird, und wie man an die vielen Sammler, Mäzene und Kunstfreunde, die die Nazis vertrieben oder ermordeten, erinnern kann. mehr
© SPK

Stimmen der Konferenz

Künstler und Autor Edmund de Waal sprach auf der Konferenz über sein Verständnis von Restitution. In unseren Video-Interviews von der Konferenz kommen noch weitere Erben zu Wort, die ihre Sicht auf den Umgang mit NS-Raubkunst schildern, aber auch Teilnehmer der Konferenz von 1998. mehr

© Christoph Mack

„Washington war eine Revolution“

Der Initiator der Washingtoner Konferenz von 1998, der US-amerikanische Diplomat Stuart Eizenstat, spricht im Interview über die damals erzielten Einigungen, welche Fortschritte seitdem erreicht wurden und was in Zukunft noch getan werden muss. mehr

© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger

„Biografien der Bilder“ im Museum Berggruen

Wie erzählt ein Kunstwerk seine Biografie? Wer waren seine Eigentümer? Die Ergebnisse eines dreijährigen Provenienzforschungsprojektes zeigt die Ausstellung „Biografien der Bilder. Provenienzen im Museum Berggruen“. mehr

Provenienzforschung im Museum © SPK / photothek.net / Florian Gaertner

Die Fälle werden komplizierter

Rückblick auf 20 Jahre Washingtoner Prinzipien: SPK-Präsident Hermann Parzinger zieht nach der Berliner Folgekonferenz im Interview Bilanz und erläutert unter anderem, wo nun angepackt werden muss, um die Dinge zu beschleunigen. mehr

Besuch im Ethnologischen Museum © SPK / Inga Kjer / photothek.net

Die späte Aufarbeitung des Kolonialismus

Kulturgüter aus kolonialen Kontexten sind nicht von den Washingtoner Prinzipien umfasst. Vor dem Hintergrund eines kurz vor der Berliner Konferenz vorgestellten französischen Berichtes mit Empfehlungen zum Umgang mit ihnen hat Hermann Parzinger erläutert, wie die SPK sich dabei engagiert. mehr