• Zauber des Anfangs: Mit Anna Seidel und Jens Ludwig von der Digitalen Transformation

  • News vom 05.03.2018

    Manch einer vergleicht die kulturverändernde und allgegenwärtige Wirkung der Digitalen Transformation mit jener der Industrialisierung. Und auch in der SPK fragt man sich: Wie kann die SPK und mit ihr die Öffentlichkeit noch mehr von den neuen digitalen Möglichkeiten profitieren? Seit Anfang des Jahres arbeiten Anna Seidel und Jens Ludwig als Digital Officers an Antworten: sie unterstützen die Chief Digital Officers der Stiftung Preußischer Kulturbesitz – Christina Haak (SMB) und Reinhard Altenhöner (SBB) – bei der Umsetzung der Digitalen Transformation der SPK. Hier erzählen beide, wie das konkret aussieht.

    Anna Seidel und Jens LudwigAnna Seidel und Jens Ludwig © Silke Krohn

    Anna Seidel: Uns geht es darum, die Stiftung strategisch im digitalen Bereich weiterzuentwickeln, sowie Arbeitsstrukturen und -prozesse digital umzubauen. Mein Schwerpunkt liegt in diesem Kontext auf digitaler Kommunikation und Vermittlung. Zu meinen Aufgaben als Digital Officer gehört es somit, digitale Medien und Technologien besser für die Kommunikations- und Vermittlungsarbeit der Einrichtungen nutzbar zu machen. Gleichzeitig ist es mein Ziel, die stiftungsweite Dissemination von bestehendem Know-how in diesem Bereich zu fördern.  

    Ich finde es sehr spannend, zu sehen, wie die einzelnen Einrichtungen der SPK bereits den digitalen Wandel für sich nutzen. Es gibt so viele interessante Projekte, die zeigen, wie kreativ die Kolleginnen und Kollegen mit digitalen Mitteln kommunizieren und Wissen vermitteln können. Dadurch, dass ich einrichtungsübergreifend tätig bin, bekomme ich viele dieser Projekte mit und habe mit zahlreichen Personen aus unterschiedlichen Bereichen zu tun, deren Arbeit mich jeden Tag aufs Neue inspiriert. 

    Diese einrichtungsübergreifende Arbeit ist es auch, die meine Stelle für mich besonders interessant macht. Denn die Herausforderungen, denen Museen oder Bibliotheken im digitalen Wandel begegnen, sind nicht vergleichbar mit jenen von Archiven oder Forschungsinstituten. Meine Arbeit muss somit die Eigenheiten jeder Einrichtung im Blick behalten, gleichzeitig eine optimale Nutzung stiftungsweiter Synergien anvisieren. Es ist eine unglaubliche Herausforderung, mit jeder Handlung und jeder Entscheidung verspürt man jedoch den Zauber des Wandels, den man voranbringen möchte. 

    Jens Ludwig: Meine Schwerpunkte als Digital Officer sind technische Infrastruktur, Wissensmanagement sowie Forschungsdaten und e-Research. Die Strategieentwicklung zu unterstützen umfasst Aufgaben, wie z.B. eine Bilanz der aktuellen Situation zu erstellen, Bewertungsmaßstäbe zu entwickeln oder neue Projekte vorzubereiten. Gerade die SPK mit ihren großen und vielfältigen Beständen hat ein besonderes Potenzial, um sowohl im analogen als auch im digitalen Raum zu agieren. Analog und Digital stehen nicht unverbunden nebeneinander und widersprechen sich nicht. Eine Digitalstrategie wird dabei helfen, um auch im Digitalen erfolgreich zu sein und aus der Vielzahl aller denkbaren Maßnahmen, die sinnvollsten auszuwählen.

    Da ich bereits mehrere Jahre in der IT der Staatsbibliothek zu Berlin gearbeitet habe, ist die SPK für mich keine neue Umgebung. Trotzdem lerne ich jetzt viele Personen und Perspektiven neu kennen und das wirkt sehr inspirierend. 

    Es vermittelt einen geradezu schwindelerregenden Eindruck der Größe und Vielfalt der Stiftung, dass man immer noch so viel Neues kennenlernt, selbst wenn man nur innerhalb der Stiftung wechselt.