Von innen betrachtet: Exklusive Einblicke hinter die Fassade der James-Simon-Galerie

  • News vom 12.01.2018

    Das jüngste Gebäude der Museumsinsel, die James-Simon-Galerie, nimmt sichtbar Gestalt an. Am 11. Januar 2018 wurden Pressevertreter durch die Baustelle am Kupfergraben geführt.

    James-Simon-Galerie© Ute Zscharnt for David Chipperfield Architects

    Mit der James-Simon-Galerie entsteht zwischen dem Kupfergraben und der Westfassade des Neuen Museums ein repräsentatives Eingangsgebäude für die Berliner Museumsinsel. Das von David Chipperfield Architects entworfene Haus soll das zentrale Servicegebäude des Museumsensembles werden. Bauherr ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Das Haus  greift mit seinen schlanken, hohen Stützen aus Betonwerkstein das Motiv der historischen Kolonnaden auf. Zum Neuen Museum hin entsteht ein Hof mit Brunnen und Bänken, der zum Verweilen einlädt. Bis Ende 2018 soll das Gebäude baulich fertiggestellt an die Staatlichen Museen zu Berlin übergeben werden.

    Am 11. Januar 2018 konnten Vertreter der Presse das Gebäude erstmals von innen besichtigen. Beim Baustellenrundgang mit Stiftungspräsident Hermann Parzinger und Bundesamtspräsidentin Petra Wesseler führte der  Architekten Alexander Schwarz als Vertreter des Büros Chipperfield. 

    Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Bauherr, betonte: "Wir sind mit der James-Simon-Galerie endlich auf der Zielgeraden und können uns auf ein brillantes Gebäude von David Chipperfield freuen, das die erste Adresse sein wird für die Besucher der Museumsinsel. Das Haus wird faszinierende Blickachsen bieten auf die Bildungslandschaft im historischen Berlin, vor allem aber auch die Form von Gastlichkeit, Orientierung und Information, die ein internationales Publikum von diesem Museumsensemble erwartet." 

    Pressestimmen

     „Vom „Flanieren“ konnte gestern noch keine Rede sein, aber genau das wird künftig möglich sein – ein absichtsloses Herumwandern, dem Genuss der Räume gewidmet, dieses wunderbaren öffentlichen Raumes.“ (Tagesspiegel, 11.01.2018)

    „Selbst bei diesem Wetter wird deutlich, was für ein grandioser neuer Ort allein durch dieses Café entstehen wird. Hier auf dem Sockelgeschoss über der Spree, zwischen hohen Beton-Kolonnaden wird man seinen Kaffee bald mit einem wunderbaren Blick auf die die Schlossbrücke, das Zeughaus und das dahinter entstehende Humboldtforum trinken können – selbst wenn man nicht ins Museum will.“ (Deutschlandfunk Kultur, 11.01.2018)

    „Wundervolle Sichtachsen in Richtung Schlosskuppel bieten ganz neue Blicke in die Mitte der Stadt. Schwarz: 'Es ist, als ob auf der Museumsinsel fünf Freunde, also die Museen, an einem Tisch sitzen.'“ (B.Z., 12.01.2018)

    „Beeindruckend ist, wie sich der Bau auf mehreren Ebenen zwischen die altehrwürdigen Häuser schiebt, die bislang kaum Bezug aufeinander nahmen. Schwarz hat ein treffliches Bild parat: „Wie fünf Freunde, die um einen Tisch sitzen, aber mit den Rücken zueinander“, hätten sich Altes und Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Pergamon- und Bodemuseum verhalten. Das sei nun vorbei. Das kompromisslos moderne Innere mit hohen Betonwänden, der unterirdischen „archäologischen Promenade“ und dem weiten Ausblick über den Kupfergraben macht dann wirklich wieder Lust auf Museum.“ (taz, 11.01.2018

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