Heiner Bastian schenkt Haus am Kupfergraben 10 an Stiftung Preußischer Kulturbesitz

  • News vom 06.10.2016

    Die Familie Heiner Bastian hat sich überraschend sich zur Schenkung des Haus Bastian entschieden. Das Gebäude nahe der Museumsinsel soll als Zentrum für kulturelle Bildung und Vermittlung dienen.

    Zur überraschenden Nachricht, dass die Familie Heiner Bastian das Haus
    Bastian am Kupfergraben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter Verzicht
    auf jegliche Kompensation und ohne Bedingungen schenken wird,
    sagt Hermann Parzinger, Präsident der SPK:

    „Wir sind richtig überrascht! Ein solch großzügiges Geschenk erhält man
    nicht alle Tage: Ein Gebäude, das sich nicht nur aufgrund seiner Lage,
    sondern ebenso aufgrund seiner so herausragenden wie auch diskreten
    Architektur gleichsam organisch an die Museumsinsel Berlin anbindet –
    ich kann Heiner Bastian nur ausdrücklich danken für diesen Schritt, den er
    gemeinsam mit seiner Familie heute getan hat. Es ist eine höchst persönliche,
    eine emotionale Entscheidung, wenn man so will, eine Liebeserklärung
    an die Museumsinsel, die uns von Herzen freut. Das ist ein großer
    Tag für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Staatlichen Museen
    zu Berlin, für die Berliner Museumsinsel. Ich bin überaus glücklich über
    das Angebot, das die enge Verbundenheit von Céline, Aeneas und Heiner
    Bastian zu den Staatlichen Museen zeigt. Das Haus Bastian gehört nun
    ganzen Generationen von künftigen Museumsbesuchern, es wird der
    kulturellen Bildung und Vermittlung gewidmet sein. Für diese große mäzenatische
    Geste möchte ich der Familie Bastian ausdrücklich danken.“

    Brief der Familie Bastian zur Schenkung des Hauses:

    Das Haus Am Kupfergraben 10 – Schenkung an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz


    In den erfreulichen und erfolgreichen Gesprächen mit der Stiftung Preußischer
    Kulturbesitz, im Ausgleich der Wahrnehmung der zukünftigen Bedeutung des Hauses haben wir uns entschieden, in der Übergabe des Hauses auf jegliche Kompensation zu verzichten und das Haus der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ohne jegliche Auflage zu schenken. Wir sind sicher, daß uns nur mit der bedingungslosen Übergabe die Verbindung bleibt, die uns seit dem Erwerb des Grundstücks vor 16 Jahren begleitet, der genauen Planung des Hauses, der Bauphase, der Fertigstellung und der Ausstellungen, die wir
    seit annähernd neun Jahren im Haus durchführen. Mit dem Gebäude blieb für uns auch jener freundschaftliche Dialog, der bis heute mit den Architekten anhält, und zu einer Freundschaft geworden ist: David Chipperfield und Alexander Schwarz.
    Bereits die ersten Vorstellungen der topo-systematischen Bedeutung des Bauplatzes und der Fragen, die sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zur Museumsinsel, dem spirituellen Zentrum Berlins, stellten, ergaben jenen Kontext der Verantwortung, dem prominenten Bauplatz gerecht zu werden. Die Gravitation, die von Anfang an von der Museumsinsel ausging und stets gegenwärtig war, verlangte, daß das neue Haus weder extrovertiert noch introvertiert, und dennoch durch eine sublime Reduktion, tugendhaft dem Anspruch unseres Vis-à-vis entsprach.
    Es ist nicht nur sinnvoll, sondern in jeder Hinsicht konsequent, auf den Verkauf zu verzichten und das Haus Bastian als Geschenk der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu übergeben, zumal es so willkommen ist.


    Céline, Aeneas, Heiner Bastian
    Berlin, 5. Oktober 2016

     

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