Themenjahr „1914. Aufbruch. Weltbruch“

  • News vom 16.12.2013

    Im Jahr 2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum einhundertsten Mal. Dies nehmen die Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum Anlass, sich in Ausstellungen und Veranstaltungen mit dieser Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und den vorausgegangenen Jahren des künstlerischen und technischen Aufbruchs in die Moderne zu beschäftigen.

    Logo Themenjahr „1914. Aufbruch. Weltbruch"© Staatliche Museen zu Berlin

    Die große europäische Katastrophe, die von 1914 bis 1918 Millionen von Menschenleben forderte, bedeutete den endgültigen Abschied vom „langen“ 19. Jahrhundert des Aufbruchs und des Fortschritts. Der technologische und industrielle Wettlauf hatte die Gesellschaften bis dahin in ungekannter Weise beeinflusst. Er brachte Kunstrichtungen wie beispielsweise Expressionismus oder Dada hervor, die für den turbulenten Aufbruch standen oder Ausdruck von Sprachlosigkeit und dem Wahnsinn des Krieges waren. Gleichzeitig prägte der Krieg eine ganze Generation, die mit ihrem Schaffen die Grundlagen für maßgebliche Entwicklungen in Kunst, Gesellschaft und Wissenschaft legte.

    Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sagt dazu: „Der Erste Weltkrieg gilt als der „Große Krieg“, als „Weltenbrand“. Im Rückblick war er aber nicht nur die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, sondern zugleich eine Zeitenwende: Er bedeutete auch den künstlerischen und technischen Aufbruch in die Moderne. Diese beiden Aspekte veranschaulicht die SPK anhand des reichen Materials in ihren Museen, Bibliotheken und Archiven in dem Themenjahr ‚1914. Aufbruch. Weltbruch'.“

    Die Themen, die die Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2014 unter dem Reihentitel „1914. Aufbruch. Weltbruch“ präsentieren, reichen von den Anfängen Preußens als Industriestaat über den gesellschaftlichen, technischen und künstlerischen Aufbruch dieser Zeit bis hin zur Rezeptionsgeschichte und der Frage, welche Möglichkeiten und Grenzen digitaler Zugänge und Wissensvermittlung es für die Zeit des Ersten Weltkrieges gibt.

    Erstmals schließen sich im Rahmen des Themenjahres auch alle kulturellen Einrichtungen am Berliner Kulturforum zusammen und veranstalten am Wochenende 14./15. Juni 2014 ein gemeinsames zweitägiges Sommerfest auf den sie verbindenden Freiflächen und in ihren Häusern. Thematisch nimmt das Fest Bezug auf das Jahr 1914 und zu dem Ort des damaligen und heutigen modernen kulturellen Geschehens, dem Potsdamer Platz.

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