Historischer Moment: Wiedereröffnung der Staatsbibliothek Unter den Linden ab 1. Februar

News vom 08.12.2020

Festrede von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble am 25. Januar wird online übertragen

Innenhof eines historischen Gebäudes mit Brunnen
© SPK / photothek.net / Thomas Koehler

Die Generalinstandsetzung und Modernisierung des Gebäudes Unter den Linden war im Herbst letzten Jahres nach 15-jähriger Planungs- und Bautätigkeit weitgehend abgeschlossen. Dem folgten die Umzüge der Bestände und Büros sowie diverse Rückbauarbeiten. Unter anderem war der Eingang dieses größten historischen Baukomplexes im Zentrum Berlins an den Boulevard Unter den Linden zurückzuverlegen. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mussten alle Arbeiten unterbrochen und später zeitlich gestreckt werden.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Wir erhalten ein einzigartiges Haus, das Alt und Neu verbindet, ein hochmodernes Leistungszentrum, eine Schatzkammer der kulturellen Überlieferung, eine Kathedrale des Wissens und freuen uns, dass wir es bald für die öffentliche Nutzung übergeben können. Dass Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble diesen historischen Moment in der Geschichte des Hauses mit seiner Anwesenheit und Rede unterstreicht, verweist auf die Bedeutung der Institution mit ihren weltweit einmaligen Beständen sowie auf die Wiedergewinnung eines Marksteins im historischen Zentrum Berlins. Ich danke der Generaldirektorin und allen Mitarbeiter*innen der Staatsbibliothek, dass sie in der langen Bauzeit immer für eine wenn auch eingeschränkte öffentliche Nutzung gesorgt und nun das Haus für die Wiedereröffnung vorbereitet haben.“

Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: „Rund einhundert Jahre umspannt die Architektur des Gebäudes wie auch die Ausgestaltung der Lesesäle mit den 663 Arbeitsplätzen. Das 1914 eingeweihte Gebäude hatte in den Jahren des Zweiten Weltkrieges durch Bombentreffer schwere Schäden davongetragen, welche erst nach der deutschen Wiedervereinigung systematisch sowie mit hohem planerischen und finanziellen Einsatz seitens des Bundes beseitigt werden konnten. Dass dieses gewaltige Bauvorhaben stets die Unterstützung der Öffentlichkeit fand, unterstreicht die Bedeutung der Institution, die für die Überlieferung von unikalen Sammlungen ebenso steht wie für eine herausragende Qualität bibliothekarischer Leistungen für Forschung und Kultur. In den hochmodernen Magazinen und Tresoren befinden sich jahrhundertealte Zeugnisse des Denkens und Schaffens, darunter Schätze von Weltgeltung wie Beethovens Sinfonien Nr. 3, 5 und 9 oder die Nachlässe von Alexander von Humboldt und Dietrich Bonhoeffer.“

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