Vertrag mit Friedrich Christian Flick Collection läuft im September 2021 aus

News vom 24.04.2020

Siebzehn Jahre hervorragender Kooperation: Parzinger und Eissenhauer bedauern Beendigung und würdigen Sammler Flick - Kunstquartier am Hamburger Bahnhof wird konsequent weiterentwickelt.

Die SPK und die Contemporary Art Limited sind übereingekommen, den im Jahr 2003 geschlossenen Leihvertrag über die Friedrich Christian Flick Collection am 30. September 2021 auslaufen zu lassen. Die Sammlung wurde von der Nationalgalerie seit 2004 in wechselnden Ausstellungen im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin präsentiert.

SPK-Präsident Hermann Parzinger sagt dazu: „Ich bedauere es ganz außerordentlich, dass wir die Zusammenarbeit mit Friedrich Christian Flick nicht fortsetzen können. Die SPK und die Staatlichen Museen zu Berlin schulden ihm großen Dank, denn wir blicken auf eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit in den vergangenen 17 Jahren zurück.“

Jedes Jahr erarbeiteten die Kuratoren der Nationalgalerie ein bis drei Ausstellungen mit Werken aus der Friedrich Christian Flick Collection und publizierten diese in begleitenden Katalogen. Darunter waren Ausstellungen zu Wolfgang Tillmans, Bruce Nauman, Martin Kippenberger oder Roman Signer sowie umfangreiche thematische Präsentationen zur Kunst seit den 1960er Jahren („Fast nichts“ 2005, „Jenseits des Kinos“ 2006, "there is never a stop and never a finish" 2007, "Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden" 2008, „Architektonika“ 2011, „moving is in every direction“ 2017, „Local Histories“ 2018). Für den Sommer 2020 ist die Sammlungspräsentation „Magical Soup“ mit Werken der Medienkunst u.a. aus der Friedrich Christian Flick Collection in Vorbereitung, ebenso eine Publikation.

In den letzten Jahren schenkte der Sammler zudem einen Teil der Werke der Nationalgalerie. Der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, sagt: „Es war eine echte Sensation, als Friedrich Christian Flick 2008 und 2014 der Nationalgalerie in zwei großzügigen Schenkungen insgesamt 268 kapitale Werke der zeitgenössischen Kunst überließ. Darunter sind herausragende Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Absalon, David Claerbout, Stan Douglas, Dan Graham, Rodney Graham, Candida Höfer, Paul McCarthy, Jason Rhoades, Pipilotti Rist, Anri Sala, Thomas Schütte, Diana Thater und Franz West. (…). Diese großzügigen Gesten sind unvergessen und bleiben der Nationalgalerie und damit Berlin erhalten!“ Er sprach sich dafür aus, die Kooperation mit der Friedrich Christian Flick Collection in anderer Form weiterzuführen: „Gerade weil die Zusammenarbeit mit diesem Sammler so außergewöhnlich gut und erfolgreich war, hoffe ich, dass dies kein Abschied für immer ist. Wir haben vereinbart, weiterhin im Kontakt zu bleiben. Die Nationalgalerie steht für Werke der Friedrich Christian Flick Collection an ihren Standorten immer offen“, so Michael Eissenhauer.

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