Deutsch-amerikanisches Austauschprogramm zur Provenienzforschung (PREP) gestartet

News vom 18.10.2016

PREP ermöglicht einen systematischen Austausch für Provenienzforscher aus Deutschland und den Vereinigten Staaten, die mit der Erforschung des nationalsozialistischen Kunstraubs befasst sind.

Briefe aus dem Nachlass von Karl Buchholz
© Staatliche Museen zu Berlin / Zentralarchiv

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und die Smithsonian Institution (SI, Washington, USA) haben den dreijährigen „Deutsch-Amerikanischen Austausch zur Provenienzforschung / German-American Provenance Exchange Program for Museum Professionals (PREP)“ gestartet. Bis zum 18. November 2016 können sich Interessierte für das Jahr 2017 bewerben.

Amerikanische und deutsche Forscher arbeiten häufig an ähnlichen Fragestellungen zum Thema NS-Raubgut. Ein Austausch über Forschungsergebnisse oder auch Arbeitsweisen findet jedoch bislang kaum statt. PREP soll ein gemeinsames transatlantisches Forschungsnetzwerk etablieren und so die Provenienzforschung zur NS-Zeit in beiden Ländern künftig effizienter gestalten und das Thema noch stärker im öffentlichen Bewusstsein verankern.

SPK und SI sind die federführenden Einrichtungen für das Projekt. Auf deutscher Seite wird es vom Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz koordiniert, auf US-Seite von der Smithsonian Provenance Research Initiative. Vier etablierte Wissenschaftseinrichtungen und Museen, die ebenfalls schon länger mit Provenienzforschung befasst sind, sind Projektpartner: die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Zentralinstitut für Kunstgeschichte München, das Metropolitan Museum of Art, New York, und das Getty Research Institute, Los Angeles. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste wird das Projekt als Beratender Teilnehmer unterstützen.

SPK und Smithsonian Institution werden in den Jahren 2017 bis 2019 gemeinsam mit ihren Partnern sechs einwöchige Workshops veranstalten. Diese richten sich an Kuratoren, Archivmitarbeiter, Historiker und weitere Fachleute. PREP wird auch zur Entwicklung gemeinsamer online-Plattformen beitragen und einen Leitfaden zur Provenienzforschung bezüglich des NS-Kunstraubs erarbeiten.

PREP wird durch öffentliche Fördermittel finanziert: Der größere Teil der Mittel stammt aus dem ERP Sondervermögen des Deutschen Programms für transatlantische Begegnungen, ein weiterer substanzieller Teil kommt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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