NS-Raubkunst aus dem Kupferstichkabinett restituiert – Rückkauf durch SPK

News vom 06.01.2016

Im Kupferstichkabinett konnte erneut eine Zeichnung als NS-verfolgungsbedingt entzogen identifiziert werden. Sie stammte aus der Sammlung des Berliners Dr. Fritz Haussmann.

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© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett

Die SPK hatte bereits 2007 ein Werk aus der Sammlung Haussmann restituiert. Bei den damaligen Recherchen entdeckten die Museen in den Akten, dass im Zweiten Weltkrieg noch zwei weitere Werke in ihre Sammlungen gelangt waren. Erst durch die fortschreitende Aufarbeitung der Sammlung konnte nun eines dieser Werke identifiziert und den Erben zurückgegeben werden. Es handelte sich um eine allegorische Zeichnung des Architekten Jean Baptiste Broebes aus dem 18. Jahrhundert. Aufgrund der Bedeutung des Werkes entschloss sich die Stiftung, dieses von den Erben zurückzukaufen.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sagt: „An diesem Beispiel können wir einmal wieder sehen, wie wichtig die Aufarbeitung unserer Sammlungen ist, die auch 15 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch nicht abgeschlossen ist. Es ist erfreulich, dass wir ein weiteres Werk aus der Sammlung von Fritz Haussmann identifizieren konnten und damit zur Wiedergutmachung des geschehenen Unrechtes beitragen konnten. Der Erbin von Dr. Fritz Haussmann möchte ich dafür danken, dass wir das Werk für das Kupferstichkabinett erwerben konnten.“

Rechtsanwältin Imke Gielen von der Berliner Kanzlei von Trott zu Solz Lammek sagte im Namen der Erben: „Wir begrüßen die nicht nachlassenden Provenienzrecherchen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und hoffen, dass im Zuge dieser Recherchen auch noch das dritte Werk aus der Kunstsammlung Haussmann im Sammlungsbestand aufgefunden werden kann.“

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