Soll das Sanchi-Tor aus Dahlem vor das Humboldt Forum?

  • News vom 09.02.2017

    SPK-Präsident sieht den Abguss eines der ältesten Monumente des Buddhismus als verbindendes Element zwischen Museumsinsel und Schloss

    Visualisieurung der Berliner Zeitung von Humboldt Forum mit Sanchi-TorVisualisieurung der Berliner Zeitung von Humboldt Forum mit Sanchi-Tor © Berliner Zeitung / Böttcher

    In die Umfelddebatte des Humboldt Forums hat sich jetzt auch SPK-Präsident Hermann Parzinger mit einer Idee eingeschaltet. Auf der Jahrespressekonferenz am 8. Februar im Alten Museum sagte er: „Im einstigen Völkerkundemuseum in der Stresemannstraße schmückte ein maßstabsgetreuer Abguss des indischen Sanchi-Tors, dessen historische Formen bis heute erhalten und verwendbar sind, das Foyer des Gebäudes. In Dahlem war das Tor ein Wahrzeichen, ein neuer Abguss stand vor der Tür des Ethnologischen Museums – in seinem Schatten haben unzählige Museumsbesucherinnen und -besucher ihren Kaffee getrunken. Mit den Objekten der beiden in das Humboldt Forum umziehenden Museen, sollten wir auch das Sanchi-Tor nach Mitte bringen; sozusagen das Berliner Sanchi-Tor 3.0 als Neuabguss.

    Wäre es nicht faszinierend, im Außenbereich des wiedererrichteten Berliner Schlosses, gleichermaßen einen Kontrapunkt zur wilhelminischen Architektur setzend, mit einem Sanchi-Tor auf dem Schlossplatz den Inhalt des Gebäudes bereits im Außenraum beginnen zu lassen? Das Schloss lag nicht in Berlin - Berlin war das Schloss und wie diesem Paradigma folgend, wurden auch die Linden auf das Berliner Schloss ausgerichtet. Im Westen wird die Berliner Prachtstraße durch das Brandenburger Tor gekrönt, im Osten könnte das Sanchi-Tor von dem Humboldt Forum einen ebenso würdigen Schlusspunkt im Osten setzen. Zusammen mit der dann hoffentlich verkehrsberuhigten Straße würde ein neues Sanchi-Tor so auch zu einem - über den Lustgarten hinweg - verbindenden Glied zwischen Insel und Schloss werden.“ Jetzt darf fröhlich diskutiert werden …

    Wir danken der „Berliner Zeitung“ für die freundliche grafische Unterstützung.

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