museum4punkt0 ǀ impulse: Virtuelle Ausstellungen – Medium ohne eigene Identität?

vom 20.06.2019

EINTRITT FREI

museum4punkt0 ǀ impulse: Virtuelle Ausstellungen – Medium ohne eigene Identität?
© SPK

Wovon reden wir eigentlich genau, wenn wir vom Ausstellen im Web, Virtual Reality und Co. sprechen? Das Verbundprojekt museum4punkt0 lädt am 20.06.2019 in einer Podiumsdiskussion zur Standortbestimmung.

Immer mehr Museen nutzen digitale Technologien, um ihren Wirkungsraum über ihre physischen Grenzen hinweg auszuweiten: vom Nachbau existierender Ausstellungsräume in Virtual Reality, über digitale ‚Neubauten‘ inklusive Foyer und multimedial reich ausgestattete Themen-Plattformen im Web bis hin zu umfangreichen textlichen Darstellungen auf Museumswebsites, ergänzt durch einzelne Digitalisate zur Sammlung. Die Institutionen bieten auf diesem Weg einen Zugang zu Zusatzinformationen, regen zum Erkunden und Vertiefen eines Themas an oder ermutigen zur Interaktion. Diese Formate – oft subsumiert unter ‚virtuelle‘ oder ‚digitale Ausstellung‘ – sind jedoch in ihrer Struktur und Ausgestaltung nicht selten eine Imitation ihrer analogen Vorbilder: allen voran Museumsarchitektur, Magazinartikel und Ausstellungskatalog. Ist die virtuelle Ausstellung also ein Medium ohne eigene Identität?

Am 20. Juni 2019 lädt museum4punkt0 zum kritischen Blick auf die Idee der virtuellen Ausstellung – gemeinsam mit VertreterInnen aus Forschung, Museum und digitaler Kulturvermittlung und Kommunikation. Dabei werden Modalitäten des Ausstellens im Analogen ersten Erfahrungen mit digitalen Präsentationsformaten gegenübergestellt: Wovon reden wir eigentlich genau, wenn wir vom Ausstellen im digitalen Raum sprechen? Welche Parameter der musealen Ausstellungspraxis übersetzen sich ins Digitale, welche werden obsolet? Welche sind neu zu entwickeln? Und was bedeutet der digitale Raum als Wirkungsstätte für Kulturinstitutionen, die keine eigenen physischen Ausstellungsräume haben?

Es diskutieren:

•    Elena Kountidou, Direktorin Kommunikation & digitale Vermittlung, Konzerthaus Berlin
•    Dr. Ina Dinter, Kuratorin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
•    Benjamin Egger, Projekt PKKB: Postdigitale Kunstpraktiken in der Kulturellen Bildung – Ästhetische Begegnungen zwischen Aneignung, Produktion und Vermittlung, FH-Potsdam

Moderation: Sylvie Kürsten

Zeit und Ort

20. Juni 2019
16:00 – 18:00 Uhr, Einlass ab 15:45 Uhr

Simon-Bolivar-Saal
Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Str. 33
10785 Berlin

Kontakt

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Silvia Faulstich, Stiftung Preußischer Kulturbesitz /Verbundkommunikation museum4punkt0
E-Mail: s.faulstich@hv.spk-berlin.de
Tel.: 0151 527 539 58

Bitte beachten Sie, dass während der Podiumsdiskussion Foto- und ggf. Filmaufnahmen gemacht werden.

museum4punkt0 ǀ impulse
Im Verbundprojekt museum4punkt0 erproben sieben Kultureinrichtungen unter der Leitung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gemeinsam innovative Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien für neue Formen der Kommunikation, Partizipation, Bildung und Vermittlung im Museum.

Mit museum4punkt0 | impulse laden die Partner des Projekts ExpertInnen und die interessierte Öffentlichkeit zum fachlichen Austausch, zum Wissenstransfer und zur Begegnung ein. Ziel ist es, die Herausforderungen und Chancen rund um den Einsatz digitaler Technologien in Kultureinrichtungen auszuloten und kritisch zu beleuchten.

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