Auf dem Weg zum lebendigen Forschungscampus

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Press release from 07/04/2019

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Potenzialanalyse zum Museumsstandort Dahlem vorgestellt: Campusachse, Bündelung der Forschungsressourcen, Spezialbibliothek

Der Museumskomplex in Berlin-Dahlem soll in den kommenden Jahren zu einem Forschungscampus ausgebaut werden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Staatlichen Museen zu Berlin haben deshalb eine Potenzialanalyse angestrengt, die von Arnold und Gladisch Architekten im Auftrag von Partnerschaft Deutschland erstellt worden ist.

Das sind die Kernaussagen des Papiers:

  • Eine neue sogenannte „Campusachse“ soll künftig wie ein Rückgrat und ein verbindendes Glied zwischen den Dahlemer Gebäudeteilen, zwischen den Foyers in der Arnimallee und der Lansstraße funktionieren. Über diese Achse gelangt man zum Herz des Komplexes, wo die öffentlichen Zonen liegen – ein Dahlemer Schaufenster, zentrale Bibliotheksflächen, zentrale Ausstellungsflächen und ein Marktplatz, von dem die öffentlichen und semi-öffentlichen Flächen erreichbar sind. In diesem Konzept sind Wechselausstellungen und ein gläsernes Labor angedacht.
     
  • Am Standort Dahlem sollen künftig auch das Institut für Museumsforschung und das Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen zu Berlin angesiedelt werden. Außerdem sollen die Buchbestände des Ethnologischen Museums, des Museums für Asiatische Kunst und des Museums Europäischer Kulturen in einer aktuell 230.000 Bände umfassenden Spezialbibliothek der Kunst und Kulturen der Welt unter der Leitung der Kunstbibliothek zusammengeführt werden. Dies schafft einen lebendigen Bibliotheksstandort zeitgemäßer Prägung.
     
  • Eine Bündelung der Forschungsressourcen im Museumskomplex Dahlem hätte den großen Vorteil, dass gleichzeitig auch weitere sinnvolle und kostensparende strukturelle Maßnahmen erfolgen könnten. So sind die Büros der Direktion und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Bibliothek, Restaurierungswerkstätten und Depots des Museums Europäischer Kulturen bislang nicht im eigentlichen Museumskomplex Dahlem untergebracht, sondern im ehemaligen Magazingebäude des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz. Dieses wiederum muss deshalb einen großen Teil seiner empfindlichen Archivalien in angemietete Depoträume im Westhafen auslagern und kostenintensiv zwischen den beiden Standorten hin- und hertransportieren. Die Gelegenheit einer Neuplanung des Standorts Dahlem beim Schopfe packend, würden bei einer Flächenrochade alle Häuser profitieren. Das Museum Europäischer Kulturen zieht mit Verwaltung, Bibliothek, Werkstätten und Sammlungsbestand auf die frei werdenden Flächen der in das Humboldt Forum wechselnden Ausstellungsbereiche des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst. Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz könnte den dann wieder verfügbaren Magazintrakt für das eigene und derzeit im Westhafen untergebrachte Archivgut nutzen.
     
  • Das Museum Europäischer Kulturen (MEK) verbleibt am Museumsstandort Dahlem als einziges Haus mit aktivem Ausstellungs- und Veranstaltungsbetrieb. In enger Verzahnung von Forschung und Ausstellung zu kulturgeschichtlichen und gesellschaftspolitischen Themen in Europa arbeitet es grundsätzlich partizipativ und netzwerkorientiert. Damit wendet es sich an ein breites Publikum. Ziel des MEK ist es, gemeinsam mit seinen Partnern und interessierten Bürgern ein Europa-Forum am Standort Dahlem zu etablieren. Dieses soll – mit dem Museum als Herzstück – Bühne und Labor kritischer Europa-Forschung und zivilgesellschaftlichen Engagements sein und als Basis für einen zukunftsweisenden gesellschaftlichen Dialog dienen. Damit sollen alte Konventionen hinterfragt und neue Sichtweisen auf Europa in seinen globalen Zusammenhängen erschlossen werden. Durch seine Perspektivierung von Europa in einer globalen Welt hebt das MEK konsequenterweise die Trennung von europäischer und außereuropäischer Ethnologie auf. Dies setzt natürlich eine engere Zusammenarbeit mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst sowie einen Ausbau der bereits bestehenden Kooperation mit den sozial- und kulturanthropologischen Instituten an der Freien Universität und der Humboldt-Universität voraus.

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