Zauber des Anfangs: Karen Tieth, Leiterin der bpk-Bildagentur

News from 02/01/2019

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Seit Januar 2019 leitet Karen Tieth die bpk-Bildagentur, eine Abteilung der Staatsbibliothek. Die studierte Germanistin, Kunsthistorikerin und Publizistin verfügt über langjährige Erfahrung im Fotomarkt mit sehr guten Kontakten in die internationale Branche. Zuvor hatte die Wahlberlinerin bei der Axel Springer Syndication GmbH gearbeitet, zur der auch die renommierte Pressebildagentur ullstein bild gehört. Wir haben mit ihr über ihre ersten Tage in der SPK gesprochen.

Karen Tieth, Leiterin der bpk-Bildagentur
© Marion Schönenberger

„Ich verstehe die bpk-Bildagentur mit ihren vielfältigen Aufgaben als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Als Leiterin bin ich in viele verschiedene Vorgänge eingebunden. 

Wir arbeiten zum einen als zentraler Mediendienstleister für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und kümmern uns um alle Anfragen kommerzieller Bildnutzer, die Abbildungen von Kulturgütern aus den Sammlungen und Einrichtungen der Stiftung nutzen wollen. Außerdem betreiben wir aber auch das „Bildportal der Kultureinrichtungen“ mit digitalisierten Kulturschätzen von Museen, Bibliotheken und Archiven aus dem In- und Ausland. Mit den Einnahmen aus dem Vermarktungsportal finanziert sich die bpk-Bildagentur komplett selbst. Darüber hinaus haben wir mit einem Eigenbestand von über 12 Millionen historischen Fotografien eines der größten zeithistorischen Archive. Darin enthalten sind viele Nachlässe bedeutender Fotograf*innen wie Willy Römer oder Friedrich Seidenstücker mit exklusiven Rechten. Dieses Archiv gilt es zu bewahren, zu erschließen und für Forschung und Wissenschaft zugänglich zu machen. 

Und so gibt es jeden Tag sehr viel zu tun. Nach außen möchte ich das Alleinstellungsmerkmal der bpk-Bildagenturals die Adresse für Kulturschätze durch Akquise weiterer Partner im In-und Ausland ausbauen. Unsere Kunden sollen bei uns eine hohe Qualität, ein breites Angebot aus renommierten Museen, Bibliotheken und Archiven und eine professionelle Beratung erhalten. Nach innen möchte ich die Wahrnehmung der bpk-Bildagentur als zentralen Mediendienstleister weiter stärken und uns gut mit den Einrichtungen der Stiftung vernetzen. So gibt es zum Beispiel in vielen Einrichtungen fotografische Sammlungen, die Potential zur Zusammenarbeit in sich tragen. 

Wir wollen unsere eigene fotografische Sammlung durch ergänzende Archive und Nachlässe ausbauen und mehr in die Erschließung des Bestandes investieren, um dadurch noch attraktiver als Quelle für die fotohistorische Forschung und Wissenschaft zu werden.

Was mich bereits in meinen ersten Tagen hier sehr glücklich gemacht hat, sind die Offenheit und das spürbare Engagement meiner Mitarbeiter, die mich sehr herzlich aufgenommen haben und mich bei der Einarbeitung aufs Beste unterstützen. Außerdem bin ich natürlich sehr stolz, ein so herausragendes Archiv und eine so renommierte Agentur zu vertreten. Aus der freien Wirtschaft kommend, betrachte ich es als Privileg, einen öffentlichen Auftrag zu erfüllen und zum Kulturerhalt beizutragen. 

In meinen ersten Wochen habe ich bereits viele Kontakte in der Stiftung knüpfen können und mich hat es sehr berührt, durchweg auf Kolleg*innen zu treffen, die mit sehr viel Begeisterung und Liebe von ihren Sammlungen und Aufgaben erzählen. Das ist sehr ansteckend und motivierend.

Mein aktueller Lieblingsplatz ist in jedem Fall mein neues Büro im Otto-Nagel-Haus am Märkischen Ufer mit dem wunderbaren Ausblick auf den Fernsehturm und die Spree. Mein erstes Lieblingsstück ist mein Dienstausweis, mit dem ich noch leichter als bisher die wunderbaren Sammlungen der Stiftung besuchen kann.“

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