Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz feierte 2007 ihr 50-jähriges Bestehen. Am 25. Juli 1957 wurde das Gesetz über ihre Errichtung beschlossen.
Die Stiftung zählt zu den größten Kultureinrichtungen weltweit. Die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatsbibliothek, das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung, ursprünglich aus den Sammlungen und Archiven des preußischen Staates hervorgegangen, sind zu einem dichten Netz der kulturellen Überlieferung verknüpft.
Die organisatorische Verbundenheit der Einrichtungen hebt die übliche Trennung von Sparten und Materialien auf und begünstigt Fächer übergreifende Projekte und Denkansätze. Dieses Modell ist ebenso zukunftsweisend wie traditionsgebunden und verankert im Denken von Wilhelm und Alexander von Humboldt.
Nicht Fürsten und Könige, sondern Gelehrte und Künstler gaben von Anfang an den Sammlungen Profil. Neben der Hinwendung zu Einzelwerken wie dem weltberühmten Pergamonaltar oder der Büste der Nofretete spiegeln vor allem die enzyklopädischen Ausmaße und der systematische Aufbau die Bildungsinteressen wider.
Die Bewahrung und Pflege der Sammlungen, ihr Aufbau und Ausbau sowie die fortwährende wissenschaftliche Erforschung sind die Basis für eine der Bildung und Verständigung zwischen den Völkern verpflichete Vermittlung.
In der Stiftung manifestiert sich die gesamtstaatliche Verantwortung für Kultur in Deutschland. Der Bund und die 16 Länder tragen gemeinsam die Verantwortung, rechtlich und finanziell. Es ist gelebte Verfassungswirklichkeit.