Ein Ort, an dem sich Wissen vermehren wird
Berlins historische Mitte wird zu einem Ort der Weltkulturen: Im Jahr 2019 wird das Humboldt-Forum in dem dann teilweise rekonstruierten Schloss eröffnet. Es ist das derzeit bedeutendste Kulturprojekt in Deutschland. Mit ihm wird Berlin in wenigen Jahren ein kulturelles Zentrum von nationaler und internationaler Ausstrahlung besitzen.
Im Humboldt-Forum werden die derzeit in Dahlem beheimateten Sammlungen außereuropäischer Kunst und Kultur der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, also des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst, einen neuen Ausstellungsort und eine neue Präsentationsform finden. Auch die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität werden im Humboldt-Forum präsentiert werden und Teile der Zentral- und Landesbibliothek Berlin werden hier zugänglich sein.
Die Besonderheit des Humboldt-Forums ist das Miteinander der beteiligten Institutionen. Museen, Universität und Bibliothek stehen nicht für sich allein, sondern sind durch ein dichtes Netz an Kooperationen verbunden. Dieses integrative Gesamtkonzept verweist auf die Geschichte des Ortes: Liegt doch die Keimzelle des Humboldt-Forums in der brandenburgisch-preußischen Wunderkammer des Berliner Schlosses. Nach dem spartenübergreifenden Prinzip der Wunderkammer wird auch im Humboldt-Forum Wissen auf eine vernetzende Art und Weise vermittelt. Gemeinsame Ausstellungen, Veranstaltungen und nationale sowie internationale Kooperationsprojekte werden daher fester Bestandteil des Humboldt-Forums sein. Der daraus entstehende Dialog zwischen Forschung und Publikum, zwischen Wissenschaft und Kunst soll neue Blickwinkel eröffnen, Brücken zwischen den Kulturen schlagen und die Grenzen der Disziplinen überschreiten. Das Humboldt-Forum wird so zu einem Ort der Reflexion in einer Welt globaler Verflechtung, zu einem Ort, an dem sich Wissen vermehren kann.
Idee und Name des Forums verweisen auf das intellektuelle Erbe der Brüder von Humboldt. Wilhelms Beschäftigung mit Sprache und Literatur weist den Weg zur heutigen kulturwissenschaftlichen Forschung. Grundlagen für die Entdeckung und Erfahrung des Fremden, aber auch für die Bedeutung des Kontakts zwischen den Kulturen verschiedener Kontinente liefern Alexanders Forschungsreisen nach Amerika und Asien. Wie Wilhelm und Alexander von Humboldt werden die Besucher im Humboldt-Forum Überraschendes entdecken. Sie sollen ihren eigenen Standpunkt reflektieren und sich neu in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts verorten können.
Einen Ausblick auf das Humboldt-Forum gibt seit dem 30. Juni 2011 die
Humboldt-Box. In gemeinsamen Ausstellungen und Veranstaltungen, die einen Bogen um die ganze Welt spannen, präsentieren sich dort die künftigen Nutzer des Humboldt-Forums.
Weitere Informationen zum Humboldt-Forum
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Im Mai 2011 ist eine Broschüre zum Humboldt-Forum erschienen: Hermann Parzinger: Das Humboldt-Forum. „Soviel Welt mit sich verbinden als möglich“. Aufgabe und Bedeutung des wichtigsten Kulturprojekts in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Hrsg. von der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, erschienen im Mai 2011. 52 Seiten. (Schutzgebühr der Printausgabe 1 Euro.)
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Thomas Flierl und Hermann Parzinger (Hrsg.): Humboldt-Forum Berlin. Das Projekt / The Project. Erschienen 2009 im Verlag Theater der Zeit. Sie erhalten die Museumsausgabe bei allen Buchständen der Staatlichen Museen zu Berlin zum Sonderpreis von 9,50 Euro (Buchhandelspreis: 28,- Euro).
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